SpaceX Aktie: Russell 1000 erzwingt Käufe

Der Einstieg in den Russell 1000 zwingt ETFs zu massiven Käufen von SpaceX-Aktien. Trotz Kursrücksetzer und Verlusten bleibt der Druck hoch.

Redaktion Stock-World ·
Abstrakte Darstellung der Raumfahrtindustrie mit aufwärts gerichteter Dynamik und Wachstum, in tiefen Blau- und Violetttönen. (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Zwangskäufe durch Indexaufnahme
  • Kursrücksetzer von 32 Prozent
  • Starlink treibt Umsatzwachstum
  • Nächster Schritt: Nasdaq-100

SpaceX schreibt Börsengeschichte. Der Raumfahrtgigant ist nun offizielles Mitglied im Russell 1000. Der schnelle Aufstieg zwingt Indexfonds zu massiven Umschichtungen. Analysten erwarten mechanische Käufe zwischen 22 und 27 Milliarden US-Dollar.

FTSE Russell genehmigte eine seltene Überholspur für das Mega-IPO. Normalerweise dauert die Aufnahme länger. Da der Index rund 12,2 Billionen US-Dollar an Anlagevermögen steuert, müssen unzählige ETFs ihre Portfolios anpassen.

Das Ausmaß ist für einen Börsenneuling beispiellos. Bereits am Freitag vor der Aufnahme eskalierte das Handelsvolumen. In den letzten Handelsminuten wechselten SpaceX-Aktien für fast 19 Milliarden Dollar den Besitzer. Fondsmanager brachten ihre Bestände hastig auf den neuesten Stand.

Kleinanleger machen Kasse

Trotz des institutionellen Kaufdrucks schwankt der Kurs stark. Aktuell notiert das Papier bei rund 153 US-Dollar. Das ist ein Rücksetzer von 32 Prozent gegenüber dem Rekordhoch von 225 US-Dollar.

Der Preis liegt damit weiterhin über dem Ausgabepreis von 135 Dollar. Die jüngste Talfahrt verändert das Verhalten der Privatanleger.

Besonders südkoreanische Investoren ziehen sich zurück. Sie zählten zuvor zu den aggressivsten Käufern. In der vergangenen Woche verkauften sie netto SpaceX-Aktien im Wert von 69,2 Millionen Dollar. Das Kapital fließt nun verstärkt in Halbleiterwerte.

Die Folge: ein harter Kontrast. Während Kleinanleger Gewinne mitnehmen, stützen die zwingenden Käufe der Index-Tracker den Kurs.

Starlink wächst, die Kosten auch

An der Wall Street sorgt die Bewertung von zwei Billionen Dollar für hitzige Debatten.

SpaceX steigerte den Umsatz 2025 um 33 Prozent auf 18,7 Milliarden Dollar. Der Haupttreiber ist das Satelliten-Internet Starlink.

Die Sparte steuerte 11,4 Milliarden Dollar bei. Inzwischen zählt der Dienst zwölf Millionen Abonnenten.

Der Aufbau der Infrastruktur verschlingt jedoch Unsummen. Unter dem Strich stand 2025 ein Nettoverlust von 4,9 Milliarden Dollar. Der freie Cashflow lag in den vergangenen zwölf Monaten bei minus 19,8 Milliarden Dollar.

Die Investitionen fließen vor allem in das Starship-Programm. Die Kapitalausgaben summierten sich auf 26,9 Milliarden Dollar.

Um bestehende Kredite abzulösen, platzierte SpaceX kürzlich eine Anleihe über 25 Milliarden Dollar. Der Schuldenberg wächst damit auf 60,5 Milliarden Dollar.

Nächster Halt: Nasdaq-100

Der Russell 1000 ist nur der erste Schritt. Am 7. Juli steht die Aufnahme in den Nasdaq-100 an. J.P. Morgan rechnet durch diesen Schritt mit weiteren passiven Zuflüssen.

Diese sollen rund 4,3 Milliarden Dollar in die Aktie spülen. Der S&P 500 lässt das Unternehmen vorerst außen vor. Eine Aufnahme gilt frühestens für 2027 als realistisch.

Abseits der Index-Mechanik rückt das operative Geschäft in den Fokus. Ende Juni steht der nächste Testflug der Starship-Rakete auf dem Programm. Ein Erfolg bei diesem Manöver könnte dem Kurs neue fundamentale Impulse liefern.

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SpaceX Aktie

138,64 EUR

– 1,26 EUR -0,90 %
KGV —
Sektor Industrieunternehmen
Div.-Rendite —
Marktkapitalisierung 2,21 Bio. USD
ISIN: US84615Q1031 WKN: A42D4F

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