SpaceX Aktie: Starlink springt auf 7 Millionen Nutzer
SpaceX-Tochter Starlink verzeichnet in den USA über sieben Millionen Nutzer und treibt damit den Umsatz des Konzerns auf 7,81 Milliarden Dollar.

Kurz zusammengefasst
- Starlink übertrifft sieben Millionen US-Kunden
- Umsatzsprung um 92 Prozent im Quartal
- SpaceX priorisiert eigene Satellitenstarts
- KI-Expansion mit Tesla-Chipfabrik geplant
Die Federal Communications Commission hat am Freitag ihren sogenannten „Section 706″-Bericht veröffentlicht – und darin eine bemerkenswerte Zahl genannt: Starlink zählt in den Vereinigten Staaten inzwischen mehr als 7 Millionen Abonnenten. Ende 2025 waren es noch rund 2 Millionen. Für SpaceX ist das ein weiterer Beleg dafür, dass das Satelliteninternet-Geschäft zum tragenden Pfeiler des Konzerns geworden ist.
Starlink treibt das Wachstum
Der Sprung bei den Nutzerzahlen deckt sich mit den jüngsten Geschäftszahlen. SpaceX hatte Anfang August seine ersten Quartalszahlen als börsennotiertes Unternehmen vorgelegt: Der Umsatz stieg im zweiten Quartal 2026 um 92 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 7,81 Milliarden US-Dollar, der Nettoverlust verringerte sich auf 541 Millionen Dollar nach 1,008 Milliarden Dollar im Vorjahresquartal.
Die Kombination aus explodierender Nutzerbasis und sich verringerndem Verlust untermauert die These, dass Starlink das Unternehmen näher an die Profitabilität heranführt.
Zugleich zeigt eine Analyse von Reuters, dass SpaceX rund 79 Prozent seiner Falcon-9-Startkapazitäten für interne Starlink-Missionen reserviert. Externe Kunden müssen sich inzwischen bis 2028 gedulden. Das unterstreicht, wie stark das Unternehmen sein eigenes Satellitennetz priorisiert – auf Kosten des klassischen Startdienstleistungsgeschäfts für Dritte.
Am Dienstag brachte SpaceX an einem einzigen Tag 24 Satelliten von der Vandenberg Space Force Base und weitere 29 von Cape Canaveral ins All. Die operative Konstellation umfasst mittlerweile 10.971 Satelliten.
Kurs hat Lockup-Schwäche abgeschüttelt
Der Aktienkurs hatte sich nach dem Ablauf der ersten Sperrfrist für Insider-Aktienverkäufe vor gut einer Woche zunächst deutlich unter Druck gesetzt gesehen, seither aber um 21,5 Prozent erholt. Am Freitag schloss das Papier bei 120,96 Euro, nach einem Tagesminus von 1,2 Prozent. Auf Wochensicht steht dennoch ein Plus von 5,1 Prozent zu Buche, auf Monatssicht von 2,7 Prozent.
Vom 52-Wochen-Hoch bei 194,46 Euro, erreicht im Juni, bleibt die Aktie noch 38 Prozent entfernt – zum 52-Wochen-Tief von Anfang August beträgt der Abstand dagegen bereits 33 Prozent. Die annualisierte Volatilität von 93 Prozent auf Sicht von 30 Tagen zeigt, wie nervös der Handel mit dem Papier nach wie vor verläuft.
Wachstumsfantasie über Starlink hinaus
Neben dem klassischen Raumfahrt- und Satellitengeschäft treibt SpaceX seine Ambitionen im Bereich künstlicher Intelligenz voran. Gemeinsam mit Tesla hat das Unternehmen in Grimes County, Texas, mit dem Bau der Chipfabrik „Terafab“ begonnen, die Halbleiter für orbitale KI-Rechenzentren produzieren soll. Parallel nähert sich die milliardenschwere Übernahme von Anysphere, dem Entwickler des KI-Coding-Assistenten Cursor, dem endgültigen Abschluss.
Für die kommenden Wochen richtet sich der Blick der Anleger auf den nächsten Starship-Testflug, der für Ende August angesetzt ist und erstmals den Versuch beinhaltet, die Oberstufe mit dem Startturm aufzufangen – vorbehaltlich der finalen Genehmigungen durch FAA und FCC.
Die Kombination aus rasant wachsender Starlink-Nutzerbasis, milliardenschweren Verteidigungsaufträgen und der KI-Expansion liefert dem Unternehmen mehrere parallele Wachstumstreiber, die über das reine Raketengeschäft hinausreichen.
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