SpaceX Aktie: Starship Flight 14 bringt V3-Satelliten

SpaceX-Aktie steigt nach Verkaufswelle um 4,13 Prozent. KI-Infrastruktur wächst um 247 Prozent, Starlink erreicht zwölf Millionen Nutzer.

Dieter Jaworski ·
Eine futuristische Raumrakete beim Aufstieg in den Weltraum vor einem atmosphärischen Sonnenuntergang. (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Kursplus von 4,13 Prozent
  • KI-Umsatz steigt um 247 Prozent
  • Starlink verdoppelt Nutzerzahl
  • Starship-Testflug mit V3-Satelliten

Die Aktie von SpaceX zieht am Montag deutlich an. Das Papier steigt um 4,13 Prozent auf 119,90 Euro und liegt damit binnen einer Woche um 20,62 Prozent höher. Die Erholung folgt auf eine Verkaufswelle, die den Titel Ende der vergangenen Woche unter Druck gesetzt hatte – und markiert damit einen ersten Stimmungswechsel seit dem Börsengang im Juni.

Kräftige Erholung nach dem ersten großen Ausverkauf

Laut Vanda Research wurden Privatanleger am Freitag erstmals seit dem Börsengang am 12. Juni zu Nettoverkäufern der Aktie, wie der Nachrichtensender BNN Bloomberg berichtete. Konkret verkauften sie netto 4,5 Millionen US-Dollar, nachdem das Papier zuvor um 22 Prozent unter den Ausgabepreis von 135 US-Dollar gefallen war.

Verschärft wurde die Bewegung durch einen technischen Faktor: Am selben Tag lief die erste große Lock-up-Frist für Mitarbeiter und frühe Investoren aus, wodurch sich die Marktliquidität der Aktie laut Reuters verdoppelte.

Mehr handelbare Stücke bei gleichzeitig nervöser Stimmung trieben die Schwankungen zusätzlich an – die 30-Tage-Volatilität liegt inzwischen bei knapp 90 Prozent annualisiert. Dass sich der Kurs nun binnen wenigen Tagen so deutlich erholt, deutet darauf hin, dass fundamentale Nachrichten die kurzfristige Verkaufslaune überlagern.

Wachstumsmotor KI und Starlink treibt Bewertung

Den Rahmen dafür liefern die Zahlen zum zweiten Quartal, die SpaceX am 4. August vorlegte: Der Umsatz kletterte um 92 Prozent auf 7,8 Milliarden US-Dollar, unter dem Strich stand jedoch ein Nettoverlust von 541 Millionen US-Dollar beziehungsweise 0,09 US-Dollar pro Aktie.

Die Investitionsausgaben erreichten im selben Zeitraum 18,4 Milliarden US-Dollar – ein Hinweis darauf, dass der Verlust maßgeblich aus dem massiven Ausbau von Infrastruktur resultiert, nicht aus schwacher operativer Entwicklung.

Für den Analysten Nicolas Owens von Morningstar sind es vor allem zwei Faktoren, die die Bewertung im ersten öffentlichen Berichtszyklus des Unternehmens bestimmen: das Wachstum der Starlink-Abonnentenzahlen und die Rendite der Investitionen in KI-Infrastruktur, wie er Anfang August festhielt.

Beide Bereiche liefern reichlich Munition. Die KI-Infrastruktursparte steigerte ihren Umsatz binnen eines Jahres um 247 Prozent auf mittlerweile 2,6 Milliarden US-Dollar pro Quartal. Am 4. August kündigte SpaceX zudem eine strategische Partnerschaft mit NVIDIA an, um gemeinsam „orbitale KI-Computing-Satelliten“ zu entwickeln, die Daten direkt im Weltraum verarbeiten sollen.

Parallel dazu wuchs die Satelliteninternet-Sparte Starlink zum 30. Juni auf zwölf Millionen Nutzer weltweit – eine Verdopplung gegenüber dem Vorjahr. Der durchschnittliche Umsatz pro Nutzer stabilisierte sich bei 66 US-Dollar.

Starship Flight 14 und Musks Billionen-Vision

Auf der operativen Seite rückt nun der nächste Testflug ins Zentrum. SpaceX bestätigte heute, dass die kommende Mission Starship Flight 14 erstmals „V3″-Starlink-Kommunikationssatelliten direkt in ihre operative Umlaufbahn bringen soll – ein technischer Meilenstein, der die Satellitenflotte künftig effizienter ausbauen würde.

Vorausgegangen war am 24. Juli der erfolgreiche Flug von Starship Flight 13 von der texanischen Starbase, bei dem die „V3″-Prototypen von Booster und Raumschiff getestet wurden. Kurzfristig stehen zudem zwei Falcon-9-Starts an: am 11. August eine Starlink-Mission von der kalifornischen Startrampe SLC-4E, am 15. August die Globalstar-2-R-Mission von SLC-40 in Florida.

Konzernchef Elon Musk untermauerte die Wachstumsstory zudem mit einer angehobenen Langfristprognose: Der Jahresumsatz könne bis 2030 die Marke von einer Billion US-Dollar erreichen – ein Jahr früher als bislang intern erwartet.

Ergänzt wird das Portfolio durch einen Auftrag der NASA über 843 Millionen US-Dollar vom 26. Juni für das „U.S. Deorbit Vehicle“, ein Spezialraumschiff, das die Internationale Raumstation am Ende ihrer Lebensdauer im Jahr 2030 sicher in den Pazifik lenken soll.

Nicht jede Nachricht war zuletzt positiv: Wie The Guardian am Mittwoch berichtete, stürzte eine seit 2025 im Orbit befindliche, ausgemusterte Falcon-9-Oberstufe mit rund vier Tonnen Gewicht unbeabsichtigt mit etwa 5.400 Meilen pro Stunde auf die Mondoberfläche.

Ein Einzelfall, der operative Risiken der Weltraumtechnik unterstreicht, an der grundsätzlichen Wachstumsgeschichte aus KI-Infrastruktur, Starlink-Expansion und Starship-Fortschritt aber nichts ändert.

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SpaceX Aktie

148,18 USD

+ 0,63 USD +0,43 %
KGV
Sektor Industrieunternehmen
Div.-Rendite
Marktkapitalisierung 1,95 Bio. USD
ISIN: US84615Q1031 WKN: A42D4F

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