SpaceX Aktie: Streubesitz steigt auf 15,32 Prozent

Weitere Lockup-Freigaben könnten den handelbaren SpaceX-Aktienbestand bis Ende September auf rund 24 Prozent erhöhen und den Kurs belasten.

Dr. Robert Sasse ·
Moderne Luft- und Raumfahrtanlage im goldenen Licht der Morgendämmerung als Symbol für technologischen Fortschritt. (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Streubesitz steigt bis September weiter
  • Neue Lockup-Termine am 10. und 25. September
  • Analysten nennen stark unterschiedliche Kursziele
  • Erster Halbjahres-Free-Cashflow bleibt negativ

SpaceX steht vor der nächsten Bewährungsprobe an der Börse. Die Aktie schloss am Freitag vergangener Woche bei 147,95 Dollar, nachdem sie Anfang August auf ein Tief von 108,27 Dollar gefallen war. Nun rücken weitere Lockup-Expirations näher, die den Streubesitz massiv ausweiten könnten.

Free Float wächst rasant

Von den insgesamt 4,6 Milliarden Aktien, die im Rahmen der Lockup-Regelungen 2026 freigegeben werden, sind bereits 27 Prozent im August auf den Markt gekommen. Am 10. und am 25. September folgen jeweils weitere 7 Prozent, die restlichen 28 Prozent werden erst nach den Zahlen zum dritten Quartal im November frei.

Der Streubesitz ist damit bereits von 7,34 Prozent beim Börsengang auf aktuell 15,32 Prozent gestiegen – bis Ende September wird er nach Einschätzung von Beobachtern auf rund 24 Prozent klettern. Diese sukzessive Ausweitung des handelbaren Aktienvolumens erklärt einen Teil des Verkaufsdrucks, dem das Papier seit dem Rekordhoch ausgesetzt ist.

Die Analystenmeinungen zu SpaceX gehen weit auseinander. Oppenheimer sieht ein Kursziel von 280 Dollar, deutlich optimistischer als der Markt aktuell preist.

Bernstein und JPMorgan liegen mit 248 beziehungsweise 240 Dollar näher am aktuellen Niveau, während Morningstar und UBS zur Vorsicht raten und die Aktie eher meiden würden. Diese Spannbreite spiegelt die Unsicherheit über die Bewertung eines Unternehmens wider, das operativ noch tief in den roten Zahlen steckt.

Kapitalbedarf bleibt Belastung

Hinter der Skepsis mancher Häuser steckt die finanzielle Realität des Unternehmens: SpaceX verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 einen negativen Free Cashflow von 25 Milliarden Dollar.

Gleichzeitig könnte allein der Ausbau der Chipfertigung – etwa über den geplanten Terafab-Komplex in Texas – laut ARK Invest Investitionen von bis zu einer Billion Dollar erfordern, ein Betrag, den SpaceX gemeinsam mit Tesla stemmen müsste. Der Kapitalbedarf steht damit in einem gewissen Spannungsverhältnis zur laufenden Verwässerung durch die Lockup-Freigaben.

Auf der operativen Seite bleibt SpaceX aktiv: Am heutigen Sonntag startete das Unternehmen von Vandenberg aus die 80. Starlink-Mission des Jahres, die Konstellation umfasst inzwischen mehr als 11.000 aktive Satelliten. Parallel dazu treibt SpaceX den Ausbau von Starbase in Louisiana voran, ein Projekt mit einer geplanten Investition von 100 Milliarden Dollar und einem Baubeginn Ende 2027.

Kurs nähert sich Ausgabepreis

Der aktuelle Kurs von 147,95 Dollar liegt nur noch knapp über dem IPO-Preis von 135 Dollar, mit dem SpaceX im Juni an die Börse ging. Vom Tageshoch des ersten Handelstags bei 176,52 Dollar hat sich das Papier damit deutlich entfernt.

Im deutschen Handel notierte die Aktie zuletzt bei 127,36 Euro, ein Rückgang von 1,1 Prozent zum Vortag, nach einem Kurssprung von 36 Prozent auf Monatssicht. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 194,46 Euro beträgt derzeit 35 Prozent – ein Hinweis darauf, wie stark die Bewertung seit dem Höhenflug im Frühsommer korrigiert hat.

Für Anleger bleibt die kommende Lockup-Welle im September der entscheidende Belastungstest: Je mehr institutionelle Erstzeichner nach Ablauf der Haltefristen verkaufen, desto stärker dürfte der Kurs unter Druck bleiben, solange operative Verluste und hoher Kapitalbedarf die Wachstumsstory belasten.

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SpaceX Aktie

147,95 USD

– 1,79 USD -1,20 %
KGV
Sektor Industrieunternehmen
Div.-Rendite
Marktkapitalisierung 1,95 Bio. USD
ISIN: US84615Q1031 WKN: A42D4F

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