SpaceX: Trump kauft Aktien
SpaceX treibt ein 100-Milliarden-Dollar-Projekt in Louisiana voran, steigert die Startfrequenz und profitiert von einer kräftigen Kurserholung.
Kurz zusammengefasst
- Louisiana-Projekt mit 100 Milliarden Dollar
- Starlink-Missionen im hohen Tempo
- Trump kaufte SpaceX-Aktien
- Aktie binnen 30 Tagen 31 Prozent höher
SpaceX treibt seine Expansionspläne in ungewohntem Tempo voran. Nach Angaben von Reuters hat das Unternehmen Pläne für seinen größten Raketenstartkomplex im Süden Louisianas vorgestellt – ein Vorhaben, das Reuters mit einem Volumen von 100 Milliarden Dollar beziffert und eng mit den Ambitionen rund um Starship und KI-gestützte Satellitenstarts verknüpft sieht. Der Vorstoß fällt in eine Phase, in der SpaceX operativ so aktiv ist wie selten zuvor.
Rekordtempo bei Starlink-Starts
Allein in der vergangenen Woche brachte das Unternehmen mehrere Falcon-9-Missionen ins All. Am Dienstag hob eine Rakete vom Vandenberg Space Force Base ab und brachte 27 Starlink-Satelliten in die Umlaufbahn, die Landung der Erststufe gelang auf dem Drohnenschiff „Of Course I Still Love You“.
Einen Tag zuvor startete eine weitere Mission von Cape Canaveral mit 29 Satelliten – die dabei eingesetzte Booster-Stufe absolvierte laut Medienberichten bereits ihren 37. Flug, ein Rekordwert für die Flotte.
Bereits am 21. August erreichte SpaceX seine 100. Orbitalmission des Jahres 2026, gestartet vom Vandenberg-Gelände mit 29 weiteren Starlink-Satelliten an Bord. Es war zugleich die 653. erfolgreiche Landung eines Falcon-Boosters insgesamt. Kurz zuvor hatte ein Startversuch in Cape Canaveral rund 28 Sekunden vor dem geplanten Abheben abgebrochen werden müssen; der nachfolgende Versuch am 21. August verlief dann planmäßig.
Trumps Aktienkauf sorgt für Aufmerksamkeit
Politische Brisanz erhält die Nachrichtenlage durch eine Offenlegung, über die Reuters berichtete: US-Präsident Donald Trump habe am 23. Juni Aktien von SpaceX im Wert von 15.001 bis 50.000 Dollar erworben.
Die entsprechenden Unterlagen wurden am 12. August unterzeichnet und am 22. August veröffentlicht. Der zeitliche Abstand zwischen Kauf und Offenlegung wirft Fragen zur Transparenz auf, ändert aber nichts an der operativen Dynamik des Unternehmens.
Nicht jede Nachricht der vergangenen Wochen fiel positiv aus. Nach Aussagen von Elon Musk, über die das Wall Street Journal berichtete, liege der nächste Fangversuch für die Starship-Oberstufe noch Monate in der Zukunft. Die Aktie geriet nach dieser Aussage unter Druck – ein Hinweis darauf, wie stark der Kurs auf Fortschrittsmeldungen zum Starship-Programm reagiert.
Kursreaktion bleibt robust
Trotz der zwischenzeitlichen Rücksetzer zeigt sich das Papier zuletzt widerstandsfähig. Aktuell notiert die Aktie bei 123,46 Euro, nach einem Schlusskurs von 122,14 Euro am Freitag.
Auf Sicht von 30 Tagen steht ein Plus von 31 Prozent zu Buche, was die Erholung von der Talsohle unterstreicht. Zum 52-Wochen-Tief von 91,04 Euro, erreicht am 3. August, beträgt der Abstand nun 36 Prozent – ein deutliches Zeichen für die Kaufbereitschaft der Anleger seit dem Sommertief.
Vom bisherigen Jahreshoch bei 194,46 Euro, markiert am 16. Juni, bleibt das Papier mit einem Abstand von 37 Prozent aber noch weit entfernt. Die Kombination aus operativer Schlagzahl bei den Starlink-Starts, dem milliardenschweren Louisiana-Projekt und der politisch aufgeladenen Trump-Beteiligung dürfte die Volatilität der Aktie – aktuell bei 88 Prozent auf 30-Tage-Sicht annualisiert – vorerst hoch halten.
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