Spero Therapeutics Aktie: 23-Prozent-Absturz auf 1,47 Euro
Spero Therapeutics lizenziert Immunologie-Antikörper für bis zu 1,1 Mrd. Dollar und sichert Finanzierung bis 2029. Der Aktienkurs fällt auf ein neues 52-Wochen-Tief.

Kurz zusammengefasst
- Lizenzdeal für Immunologie-Antikörper SP001
- Finanzspritze von 105 Millionen Dollar
- Aktie erreicht neues 52-Wochen-Tief
- Strategiewechsel weg von Anti-Infektiva
Spero Therapeutics baut sein Geschäft grundlegend um. Das Biotech-Unternehmen lizenziert einen neuen Wirkstoffkandidaten für Immunologie und Entzündungskrankheiten. Ein neuer Finanzdeal sichert parallel dazu den Betrieb über Jahre ab.
Milliardendeal für neuen Antikörper
Die Vereinbarung mit Innovent Biologics umfasst die weltweiten Rechte für den Antikörper SP001. Spero zahlt dafür bis zu 1,1 Milliarden US-Dollar an Meilensteinen. Der Start einer klinischen Phase-2-Studie ist für das zweite Quartal 2027 vorgesehen.
Der neue Wirkstoffkandidat zielt auf das IgG4-assoziierte Syndrom ab. Bisherige Daten aus frühen Testphasen bescheinigen dem Antikörper ein günstiges Sicherheitsprofil. Spero will mit diesem Schritt seine Abhängigkeit von reinen Anti-Infektiva verringern.
Finanzspritze durch KKR-Tochter
Zur Finanzierung nutzt Spero ein Modell ohne Verwässerung für Aktionäre. Healthcare Royalty stellt 105 Millionen US-Dollar bereit. Als Sicherheit dienen künftige Tantiemen aus dem Verkauf des Antibiotikums Utebzi durch den Partner GSK.
Diese Kapitalspritze verlängert den finanziellen Spielraum bis Ende 2029. Healthcare Royalty erhält zunächst alle Zahlungen von GSK bis zur Tilgung des Kredits. Spero behält danach einen Anteil von 35 Prozent an den weiteren Erlösen.
Markt reagiert mit Abverkäufen
Anleger bewerten den Strategiewechsel bisher skeptisch. Die Aktie notiert bei 1,47 Euro und erreichte damit ein neues 52-Wochen-Tief. In den vergangenen sieben Tagen sank der Kurs um 23 Prozent.
Die klinische Entwicklung von SP001 rückt nun ins Zentrum. Bis zum geplanten Studienstart 2027 verfügt das Unternehmen über ein stabiles Finanzpolster. Erfolg oder Misserfolg hängen künftig maßgeblich von den Studiendaten der neuen Immunologie-Sparte ab.
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