Stadler Rail hat sich zusammen mit Siemens Mobility einen der größten Aufträge der jüngeren Firmengeschichte gesichert. Die dänischen Staatsbahnen vergaben einen Kontrakt im Wert von 2,9 Milliarden Schweizer Franken. Der Deal umfasst nicht nur die Lieferung von 226 vollautomatischen S-Bahn-Zügen für Kopenhagen, sondern auch deren Wartung über drei Jahrzehnte.
Strategische Partnerschaft mit Siemens
Die Zusammenarbeit mit dem direkten Konkurrenten Siemens Mobility ist in der Branche bemerkenswert. Gemeinsam wollen die beiden Unternehmen ab 2032 die neuen fahrerlosen Züge schrittweise in Betrieb nehmen und damit die Kapazität des Kopenhagener S-Bahn-Netzes deutlich erhöhen.
Die wichtigsten Fakten zum Kopenhagen-Auftrag:
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- Auftragsvolumen: 2,9 Milliarden Schweizer Franken (ca. 3 Milliarden Euro)
- Umfang: 226 vollautomatische S-Bahn-Züge
- Wartungsvertrag: 30 Jahre
- Inbetriebnahme: Ab 2032
Der langfristige Servicevertrag dürfte für stabile Erträge sorgen. Das Wartungsgeschäft bietet in der Regel verlässlichere Margen als der reine Fahrzeugbau.
Zweiter Auftrag aus Osteuropa
Nur wenige Tage vor dem Kopenhagen-Deal meldete Stadler bereits einen weiteren Erfolg. Das Unternehmen wird 93 Gelenktriebwagen der Schweizer Regionalbahn Thurbo kaufen, modernisieren und an die ungarische Staatsbahn MÁV liefern. Die Aufträge kommen zu einem günstigen Zeitpunkt, nachdem das Geschäftsjahr 2024 durch operative Schwierigkeiten belastet war – Naturkatastrophen bei Zulieferern hatten Umsätze in die Folgejahre verschoben.
Fokus auf Margenentwicklung
Analysten werden nun genau verfolgen, wie effizient Stadler die Großaufträge in die Produktion integriert. Die Auswirkungen auf die künftige EBIT-Marge stehen im Mittelpunkt des Interesses. Am 18. März folgen die Ergebnisse für das vierte Quartal 2025, die erste Hinweise auf die weitere Entwicklung geben könnten.
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