Während Stadler Rail zum Jahresauftakt einen weiteren FLIRT-Auftrag aus Polen meldet, dominiert eine andere Nachricht die Schlagzeilen: Die nagelneuen Giruno-Züge auf der Prestigestrecke Basel-Hamburg mussten vorübergehend aus dem Verkehr gezogen werden. Ausgerechnet Siemens springt mit ICE-4-Zügen als Ersatz ein. Doch ein Millionen-Investment aus der eigenen Führungsebene sendet ein klares Signal.
Die technische Störung im Detail
Die erst im Dezember eingeweihten Eurocity-Express-Verbindungen kämpfen mit einem Problem in der Störstromüberwachung. Bei Doppeltraktion und winterlichen Verhältnissen reagieren die Systeme zu sensibel und kappen die Stromversorgung der Fahrmotoren.
Die Fakten:
– Betroffene Strecke: Basel-Hamburg (internationale Hauptschlagader)
– Ursache: Fehlerhafte Störstromüberwachung der Stromabnehmer
– Status: Software-Update wird seit 2. Januar ausgerollt
– Ersatz: Siemens ICE-4 übernehmen temporär den Verkehr
Die SBB spricht von „Kinderkrankheiten“, doch der Reputationsschaden sitzt. Dass ausgerechnet der deutsche Konkurrent einspringen muss, verschärft die PR-Lage zusätzlich.
Polen-Auftrag festigt Kerngeschäft
Operativ positive Signale kommen von Stadler Polska. Koleje Mazowieckie zog eine finale Option und bestellte 11 weitere FLIRT-Elektrotriebzüge. Damit schließt der langjährige Kunde den Rahmenvertrag über insgesamt 75 Einheiten ab.
Die 160 km/h schnellen Züge sichern die Auslastung im Werk Siedlce. Das Auftragsvolumen im niedrigen dreistelligen Millionenbereich mag keine Schlagzeilen machen – unterstreicht aber die Verlässlichkeit der FLIRT-Plattform im internationalen Regionalverkehr.
Millionen-Signal aus der Führungsebene
Zum Jahreswechsel setzte ein Mitglied der Geschäftsleitung ein demonstratives Zeichen: 50.969 Aktien zu durchschnittlich 20,10 CHF – Transaktionsvolumen 1,02 Millionen Franken. Für einen einzelnen Insider-Trade ist das außergewöhnlich hoch.
Der Kauf erfolgte inmitten der Giruno-Krise und wird am Markt als klares Bekenntnis zur langfristigen Strategie interpretiert. Die Aktie hält sich stabil um 20,20 CHF und zeigt sich von den Pannensmeldungen bisher unbeeindruckt.
Was jetzt entscheidend ist
Der Fokus liegt auf der dauerhaften Rückkehr der Giruno-Flotte. Jeder weitere Ausfall würde den Druck erhöhen. Gleichzeitig warten Analysten auf neue Auftragseingang-Signale im ersten Quartal, um die Jahresprognosen zu verifizieren. Charttechnisch fungiert die 20-Franken-Marke als entscheidende Unterstützung – solange diese hält, bleibt der Aufwärtstrend intakt.
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