Stadler Rail Aktie: Vor dem Ergebnistest

Stadler Rail präsentiert am 18. März die Jahresergebnisse 2025. Der Konzern steht vor einem Mix aus erfolgreichen Projektabschlüssen, einem schweren Unfall in Mailand und einem wichtigen Auftragsverlust in der Schweiz.

Redaktion Stock-World ·
Stadler Rail Aktie (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Termingerechte Inbetriebnahme von Hochgeschwindigkeitszügen in Österreich
  • Tödlicher Unfall mit neuem Tram in Mailand untersucht
  • Wichtiger Auftrag der SBB an Konkurrenten verloren
  • Gemeinsamer Großauftrag für Dänemark mit Siemens gewonnen

Pünktliche Züge in Österreich, ein tödlicher Tramunfall in Mailand und ein wichtiger Auftragsverlust in der Schweiz: Stadler Rail geht in einem vielschichtigen Umfeld in seinen Jahresergebnisbericht. Am 18. März präsentiert das Unternehmen, ob es seine ambitionierten Wachstumsziele für 2025 tatsächlich erreicht hat.

Operativer Erfolg trifft auf Reputationsrisiko

Zunächst die guten Nachrichten: Stadler hat drei SMILE-Hochgeschwindigkeitszüge für den österreichischen Betreiber WESTbahn termingerecht in Betrieb genommen – und das weniger als zwei Jahre nach Vertragsunterzeichnung. Die 202 Meter langen Gelenkzüge verkehren nun auf der Strecke Wien–Kärnten und erreichen Spitzengeschwindigkeiten von 250 km/h. In einer Branche, in der solche Projekte üblicherweise vier bis fünf Jahre dauern, ist das ein klares Lebenszeichen für Stadlers Projektausführungskompetenz.

Gleichzeitig belastet ein schwerer Unfall das Bild. Am 27. Februar entgleiste in Mailand ein Tramlink-Fahrzeug, das von der spanischen Tochtergesellschaft Stadler Valencia gebaut und erst eine Woche zuvor in Betrieb genommen worden war. Zwei Menschen starben, Dutzende wurden verletzt. Während Mailands Bürgermeister auf menschliches Versagen deutete, untersuchen die Behörden weiterhin, warum das automatische Notbremssystem nicht ansprang. Stadler hat vollständige Kooperation zugesagt – doch der Ausgang der Untersuchung bleibt offen.

Was der 18. März zeigen muss

Abseits des Unfalls hat Stadler zuletzt operative Fortschritte gemeldet: Alpha Trains und Lineas unterzeichneten einen Leasingvertrag für zwei EURO9000-Lokomotiven, und mit dem Joint Venture „Stadler Digital Labs“ – gemeinsam mit dem portugiesischen Unternehmen Critical Software – treibt der Konzern seine Softwarekompetenz gezielt voran. Das neue Unternehmen startet mit rund 100 Mitarbeitenden und soll binnen drei Jahren auf 300 Spezialisten wachsen.

Auf der anderen Seite steht ein schmerzhafter Auftragsverlust: Die SBB vergaben im vierten Quartal 2025 einen Großauftrag für neue Doppelstockzüge an Siemens – Stadler ging leer aus. Eine Beschwerde läuft noch. Positiv dagegen: Im Januar 2026 gewann Stadler gemeinsam mit Siemens Mobility den Zuschlag für 226 fahrerlose S-Bahnen in Dänemark.

Für das Gesamtjahr 2025 hatte das Management ein Umsatzwachstum von deutlich über zehn Prozent sowie eine EBIT-Marge zwischen vier und fünf Prozent in Aussicht gestellt. Dass Unwetter 2024 die Produktion in Valencia und im Wallis erheblich störten und 40 Zulieferer schwer trafen, dürfte die Zahlen belastet haben.

Die Aktie notiert derzeit rund 5,6 Prozent unterhalb ihres 200-Tage-Durchschnitts und liegt damit auf einem Kursniveau, das die gemischte Nachrichtenlage widerspiegelt. Am 18. März zeigt sich, ob Stadler trotz aller Gegenwinds den Kurs Richtung 5-Milliarden-Franken-Umsatzziel für 2026 halten kann.

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Stadler Rail Aktie

34,76 EUR

+ 0,54 EUR +1,58 %
KGV 30,23
KUV 0,71
Sektor Industrieunternehmen
Div.-Rendite 1,61 %
Marktkapitalisierung 3,01 Mrd. CHF
Ø Kursziel 27,59 CHF
ISIN: CH0002178181 WKN: A2ACPS

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