Stadler Rail Aktie: Wasserstoff-Premiere auf den Schienen?
Der Verwaltungsrat bestimmt Philipp Brunner ab 2027 zum Group CEO; Stadler hält an Umsatz- und Margenzielen für 2026 fest.
Kurz zusammengefasst
- Umsatz über fünf Milliarden CHF angepeilt
- EBIT-Marge von mehr als fünf Prozent
- Philipp Brunner übernimmt CEO-Amt 2027
- Wasserstoffzüge für drei italienische Regionen vorgesehen
Der Schweizer Schienenfahrzeughersteller Stadler Rail steuert mit unveränderten Zielen durch das laufende Geschäftsjahr. Das Unternehmen bestätigte am Dienstag seine Prognose für 2026, wonach ein Umsatz von deutlich über 5 Milliarden CHF sowie eine EBIT-Marge von mehr als 5 Prozent angepeilt werden.
Zeitgleich stellte der Verwaltungsrat die Weichen an der Führungsspitze neu: Philipp Brunner übernimmt zum 1. Januar 2027 das Amt des Group CEO von Markus Bernsteiner, der sich künftig auf Mandate im Verwaltungsrat konzentrieren will.
An der Börse notiert das Papier heute bei 32,48 Euro, was einem Anstieg von 1,4 Prozent entspricht. Seit Jahresbeginn summiert sich das Kursplus inzwischen auf 50 Prozent, womit der Titel nur noch knapp unter seinem bisherigen Jahreshöchststand handelt.
Premieren bei alternativen Antrieben
Flankiert wird der geplante Stabwechsel durch eine Reihe technischer Neuvorstellungen. Auf der Branchenmesse InnoTrans zeigte Stadler vor wenigen Tagen den weltweit ersten für Schmalspurstrecken entwickelten Wasserstoffzug. Zehn dieser Einheiten sollen in den Regionen Sardinien, Kalabrien und Sizilien zum Einsatz kommen und dort gegenüber herkömmlichen Dieselfahrzeugen jährlich mehr als 2.100 Tonnen CO₂ einsparen.
Zugleich präsentierte der Konzern gemeinsam mit SBB Cargo Schweiz die erste Lokomotive der Serie EURO DuFour. Das neue Modell soll die Infrastrukturkosten um 20 Prozent senken und zugleich den Energiebedarf um bis zu 15 Prozent verringern.
Für den US-Markt kündigte Stadler in Kooperation mit der Verkehrsgesellschaft Metra zudem an, den ersten dort entwickelten batterieelektrischen Nahverkehrszug vom Typ FLIRT am 5. Oktober auf der Branchenkonferenz APTA EXPO vorzustellen.
Partnerschaften für automatisierten Betrieb
Neben alternativen Antrieben rückt die Digitalisierung der Infrastruktur in den Fokus. Zu Beginn der Woche vereinbarte Stadler Signalling Deutschland mit den Verkehrsbetrieben Karlsruhe sowie der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft eine gemeinsame Entwicklungsinitiative. Ziel der Partner ist es, Lösungen für automatisierte Abläufe auf Betriebshöfen zu erproben, beginnend mit dem fahrerlosen Rangierbetrieb.
Analystenseitig bleibt der Blick auf den Zugbauer derweil zurückhaltend. Die Schweizer Großbank UBS stufte die Aktie am 17. September unverändert mit „Neutral“ ein und bezifferte das Kursziel auf 30,00 CHF. Ob die jüngsten operativen Fortschritte und die bestätigten Margenziele für neue Impulse sorgen, dürften die kommenden Monate im operativen Geschäft zeigen.
Stadler Rail-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Stadler Rail-Analyse vom 1. Oktober liefert die Antwort:
Die neusten Stadler Rail-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Stadler Rail-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 1. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Stadler Rail: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...