Standard Lithium Aktie: Franklin-Ressource mit 406.000 Tonnen
Standard Lithium meldet Fortschritte in Texas und Arkansas, verfügt über 137,3 Millionen US-Dollar Liquidität und erhält eine Kaufempfehlung.

Kurz zusammengefasst
- Franklin-Ressource umfasst 2,16 Millionen Tonnen LCE
- PEA für drittes Quartal 2026 vorgesehen
- SWA-Abnahmeverträge sollen zeitnah folgen
- Roth MKM bestätigt Kaufempfehlung
Franklin-Projekt und die Dynamik am Lithiummarkt
Nachdem Standard Lithium am 14. August den ersten Ressourcenbericht für das Franklin-Projekt in Osttexas vorgelegt hat, richtet sich der Blick der Anleger nun auf die für das dritte Quartal 2026 angekündigte vorläufige wirtschaftliche Bewertung (Preliminary Economic Assessment, PEA). Die Mitte August veröffentlichten Daten wiesen für das Areal eine Ressource von 406.000 Tonnen Lithium aus, was etwa 2,16 Millionen Tonnen Lithiumcarbonat-Äquivalent (LCE) entspricht. Die Sole-Vorkommen in Osttexas weisen laut Unternehmensangaben eine durchschnittliche Lithiumkonzentration von etwa 668 mg/L auf. Expertenempfehlungen sehen für dieses Projekt nun weitere Investitionen in Höhe von insgesamt 19,5 Millionen US-Dollar für geologische Arbeiten, Bohrungen und metallurgische Tests vor, um das Vorkommen in der Smackover-Formation weiter zu erschließen.
Diese Entwicklung fällt in eine Phase, in der sich der globale Lithiummarkt im Vergleich zum Vorjahr deutlich erholt zeigt. Medienberichten zufolge notierte der Lithiumpreis am gestrigen Donnerstag bei 152.500 CNY/T. Zwar entsprach dies einem leichten Rückgang von 0,16 Prozent gegenüber dem Vortag, doch im Vergleich zum Vorjahreszeitraum markiert dies einen Anstieg von rund 90,6 Prozent.
Die Aktie von Standard Lithium konnte von der operativen Dynamik der letzten Wochen profitieren und verzeichnete in den vergangenen 30 Tagen ein Kursplus von 36 Prozent.
Fortschritte beim SWA-Vorzeigeprojekt
Parallel zu den Aktivitäten in Texas treibt das Unternehmen sein Hauptprojekt South West Arkansas (SWA) voran. Ziel ist es, noch im laufenden dritten Quartal die verbleibenden Abnahmeverträge zum Abschluss zu bringen. Im Rahmen des Joint Ventures für das „Smackover Lithium“-Projekt, an dem Standard Lithium zu 55 Prozent und der Energiekonzern Equinor zu 45 Prozent beteiligt sind, wird weiterhin eine endgültige Investitionsentscheidung (FID) für das Jahr 2026 angestrebt. Die erste kommerzielle Produktion ist für das Jahr 2029 vorgesehen.
Wie aus den vor gut drei Wochen gemeldeten Ergebnissen zum zweiten Quartal 2026 hervorgeht, wurden bereits wesentliche Voraussetzungen für diesen Schritt geschaffen. Dazu gehörte der Abschluss der US-Bundesumweltprüfung unter dem NEPA-Verfahren sowie die Unterzeichnung zentraler Verträge mit Dienstleistern wie der Wood Group USA für die Erschließung der Upstream-Solenfelder.
Das Unternehmen gab an, in der dortigen Demonstrationsanlage bereits über eine Million Barrel Sole verarbeitet und mehr als 15.000 Zyklen der direkten Lithiumextraktion (DLE) ohne Sicherheitsvorfälle absolviert zu haben.
Finanzielle Basis und Analysteneinschätzung
Die finanzielle Ausstattung für die kommenden Projektschritte stellt sich derzeit stabil dar. Zum Ende des zweiten Quartals verfügte Standard Lithium über liquide Mittel in Höhe von 137,3 Millionen US-Dollar und war schuldenfrei. Zur weiteren Absicherung der Kapitalbasis wurde vor gut drei Wochen ein Vertriebsprogramm aufgelegt, das die Ausgabe von Stammaktien im Wert von bis zu 50 Millionen US-Dollar über die Partner Canaccord und Evercore ermöglicht. Zunächst sollen dabei die verbleibenden Kapazitäten eines bestehenden Programms aus dem Jahr 2025 in Höhe von etwa 14 Millionen US-Dollar genutzt werden.
Die strategische Ausrichtung findet auch bei Analysten Beachtung. Am 17. August bestätigte das Analysehaus Roth MKM die Kaufempfehlung für das Papier. Trotz der jüngsten Erholung notiert der aktuelle Kurs von 2,27 € noch immer rund 59 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch, das am 16. Oktober des vergangenen Jahres markiert wurde.
Die nächsten operativen Impulse werden mit der Veröffentlichung der PEA für das Franklin-Projekt sowie der Bekanntgabe neuer Abnahmepartner im laufenden Quartal erwartet, bevor am 6. November der nächste Quartalsbericht ansteht.
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