Starbucks Aktie: Unicorn Frappuccino bricht Tagesrekord
Starbucks meldet dank Kultgetränk Rekordumsätze in Nordamerika. Das dritte Quartal übertrifft die Gewinnerwartungen deutlich, die Jahresprognose bleibt optimistisch.

Kurz zusammengefasst
- Rekordwochenende durch Unicorn Frappuccino
- Gewinn je Aktie übertrifft Analystenprognosen
- Prognose: Umsatzwachstum von sechs Prozent
- Aktie seit Jahresbeginn um 26 Prozent gestiegen
Die US-Kaffeekette Starbucks hat am vergangenen Wochenende ein Rekordergebnis auf ihrem nordamerikanischen Heimatmarkt erzielt. Maßgeblicher Treiber für diesen Erfolg war die zweitägige Rückkehr des „Unicorn Frappuccino“, der bereits im Jahr 2017 als virales Phänomen bekannt wurde. Das Unternehmen verkaufte am Samstag und Sonntag mehr als zwei Millionen Einheiten des Kultgetränks in seinen nordamerikanischen Filialen.
Virales Kultgetränk sorgt für Rekordwochenende
Das farbenfrohe Kaltgetränk, das am 15. und 16. August für begrenzte Zeit wieder ins Sortiment aufgenommen wurde, verhalf Starbucks zum umsatzstärksten Wochenende der Unternehmensgeschichte in Nordamerika.
Wie CEO Brian Niccol bestätigte, stellte insbesondere der vergangene Samstag einen neuen historischen Tagesrekord für die Region auf. Das Getränk, das für seine rosa-blaue Optik und tropischen Aromen bekannt ist, richtete sich gezielt an kulturelle Trends und die Nachfrage jüngerer Kundengruppen.
In Mexiko wurde die Aktion ebenfalls ausgerollt, wobei Daten des Lieferdienstes Rappi die Beliebtheit unterstreichen: Dort entfallen rund 92 Prozent der Bestellungen von Kaltgetränken auf die Generation Z und Millennials. Das Management verknüpft diesen operativen Erfolg mit dem strategischen Fokus auf Trendgetränke, die vor allem in den sozialen Medien hohe Aufmerksamkeit generieren.
Operative Kennzahlen übertreffen Markterwartungen
Parallel zu den aktuellen Verkaufserfolgen blickt das Unternehmen auf ein solides drittes Quartal 2026 zurück, das am 28. Juni endete. Der Umsatz belief sich in diesem Zeitraum auf 9,3 Milliarden US-Dollar.
Während der vergleichbare Umsatz leicht um ein Prozent sank, konnte der Gewinn pro Aktie (EPS) mit 0,85 US-Dollar die Erwartungen der Analysten von 0,66 US-Dollar deutlich übertreffen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal entspricht dies einer Steigerung des Gewinns um 70 Prozent.
Für das gesamte Geschäftsjahr 2026 zeigt sich das Unternehmen zuversichtlich. Die Prognose sieht ein Wachstum des vergleichbaren Umsatzes von mindestens sechs Prozent vor. Anleger profitieren zudem von der stabilen Dividendenpolitik: Am 28. August wird eine Dividende in Höhe von 0,62 US-Dollar je Aktie ausgeschüttet. Der Ex-Tag für diese Zahlung war bereits am 14. August.
Analysten sehen weiteres Aufwärtspotenzial
Experten bewerten die jüngste Entwicklung und die strategische Neuausrichtung unter Brian Niccol positiv. Die Analysten der Deutschen Bank haben ein Kursziel von 126 US-Dollar ausgegeben, während das Analysehaus Melius sein Ziel bei 110 US-Dollar ansetzt. Trotz der positiven Nachrichtenlage notiert die Aktie mit 91,93 € aktuell rund 5,7 % unter ihrem 52-Wochen-Hoch, das Ende Juli erreicht wurde.
Im laufenden Jahr konnte das Papier dennoch eine starke Performance vorweisen und legte seit Jahresbeginn um 26 % zu. Während institutionelle Investoren wie T. Rowe Price ihre Bestände zuletzt massiv um über 60 Prozent aufstockten, wurden auf der Führungsebene kleinere Verkäufe gemeldet.
So veräußerte Brady Brewer am 5. August ein Aktienpaket im Wert von rund 236.251 US-Dollar, hält jedoch weiterhin eine Position von über 75.000 Anteilen am Unternehmen. Das globale Wachstum wird derweil weiter vorangetrieben; allein im dritten Quartal eröffnete Starbucks 308 neue Standorte und betreibt nun weltweit mehr als 41.000 Filialen.
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