Starbucks Aktie: Zoll-Sorgen belasten

Die Ankündigung globaler US-Zölle setzt Starbucks unter Druck. Das Unternehmen kämpft trotz erster Umsatzerfolge mit schrumpfenden Margen und internen Führungsstreitigkeiten.

Redaktion Stock-World ·
Starbucks Aktie (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • US-Zollpläne belasten globale Lieferketten
  • Erste Umsatzerfolge durch Transformationsprogramm
  • Schrumpfende Margen durch hohe Rohstoffkosten
  • Investoren fordern Abwahl von Aufsichtsräten

Die Ankündigung neuer globaler US-Zölle hat die Starbucks-Aktie zum Wochenauftakt unter Druck gesetzt. Investoren sorgen sich vor allem um die Auswirkungen auf die internationalen Lieferketten und die künftige Gewinnmarge des Unternehmens. Während der Konzern mitten in einer strategischen Neuausrichtung steckt, sorgt der politische Kurs aus Washington für neue Unsicherheit am Markt.

Handelsbarrieren und operative Kosten

Am gestrigen Montag reagierten Anleger mit Verkäufen auf die Pläne der US-Regierung, einen weltweiten Zoll von 15 Prozent für einen Zeitraum von 150 Tagen einzuführen. Diese Maßnahme belastet Unternehmen, die auf reibungslose globale Handelsströme angewiesen sind. Die Aktie beendete den Handelstag am Montag bei 80,41 Euro. Damit setzt sich die volatile Entwicklung der vergangenen Monate fort: Während der Titel seit Jahresanfang ein Plus von rund 12 Prozent verzeichnet, liegt er auf Jahressicht noch immer über 25 Prozent im Minus.

Zwischen Umbau und Arbeitskampf

Operativ zeigt das Transformationsprogramm „Back to Starbucks“ erste Erfolge, wie die Ende Januar vorgelegten Zahlen für das erste Geschäftsquartal belegen. Die vergleichbaren Umsätze stiegen weltweit um 4 Prozent, getrieben durch ein höheres Transaktionsvolumen. Dennoch kämpft das Management mit schrumpfenden operativen Margen. Verantwortlich dafür sind neben Investitionen in das Personal vor allem die anhaltend hohen Preise für Rohkaffee sowie bereits bestehende Zollschranken. Kann die neue Strategie diesen Kostendruck und die drohenden neuen Handelsbarrieren dauerhaft ausgleichen?

Unruhe im Verwaltungsrat

Zusätzlich zur marktpolitischen Unsicherheit schwelt ein Konflikt in der Führungsebene. Eine Investorengruppe fordert die Aktionäre auf, bei der Hauptversammlung am 25. März gegen die Wiederwahl zweier Direktoren zu stimmen. Hintergrund ist Kritik an der Aufsicht über die Arbeitsbeziehungen des Konzerns. Zumindest an einer Front deutet sich jedoch eine Entspannung an: Ein seit November 2025 andauernder nationaler Streik der Baristas soll am heutigen Dienstag, den 24. Februar, enden.

Die weiteren Aussichten für Starbucks hängen nun maßgeblich von der konkreten Umsetzung der neuen Handelspolitik und der internen Stabilisierung ab. Nach der Hauptversammlung im März wird die Veröffentlichung der Ergebnisse zum zweiten Quartal am 5. Mai 2026 zeigen, wie resilient sich das Geschäft gegenüber dem veränderten wirtschaftlichen Umfeld erweist.

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Starbucks Aktie

81,03 EUR

– 2,09 EUR -2,51 %
KGV 53,88
KUV 2,82
Sektor Zyklischer Konsum
Div.-Rendite 2,65 %
Marktkapitalisierung 106,68 Mrd. USD
ISIN: US8552441094 WKN: 884437

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