Stellantis Aktie: China-Riegel reicht nicht!

Stellantis unterstützt einen dauerhaften Ausschluss chinesischer Autos in den USA und übernimmt in Indien die vollständige Werkskontrolle.

Redaktion Stock-World ·
Stilisierte Darstellung einer modernen Automobilfertigung mit Fokus auf Industriepolitik und Marktstrategie. (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Stellantis unterstützt US-Gesetzesvorstoß gegen China-Importe
  • Vollständige Kontrolle über Werk in Thiruvallur
  • Möglicher Verkauf des Werks Brampton Assembly
  • Peugeot Invest kritisiert Aktienentwicklung seit Jahresbeginn

Der Automobilkonzern Stellantis setzt im US-Geschäft auf eine deutliche handelsrechtliche Abschottung gegen neue Wettbewerber. Gemeinsam mit weiteren Branchenvertretern unterstützt das Unternehmen Gesetzesinitiativen, die Fahrzeugen aus China dauerhaft den Zugang zum Markt in den Vereinigten Staaten verwehren sollen.

Zugleich treibt das Management weltweit operative Bereinigungen voran, während Werksschließungen in Nordamerika und die schwache Börsenbewertung für Unruhe unter Belegschaft und Großaktionären sorgen.

Gesetzlicher Riegel gegen chinesische Importe

Am Mittwoch schloss sich Stellantis anderen Automobilherstellern sowie Industrieverbänden in den USA an, um einen dauerhaften Marktausschluss für chinesische Fahrzeuge festschreiben zu lassen. Wie die Nachrichtenagentur Reuters meldete, zielt der Gesetzesvorstoß darauf ab, künftige präsidiale Ausnahmegenehmigungen für derartige Importe verbindlich auszuschließen.

Bereits am 18. September war der Konzern namentlich unter jenen Akteuren genannt worden, die bei der US-Regierung auf eine konsequente Fernhaltung chinesischer Hersteller vom heimischen Markt dringen.

Dieser politische Schulterschluss unterstreicht die Bemühungen des Konzerns, die Kernmärkte vor zusätzlichem Preis- und Margendruck zu schützen.

Bereinigung der Fertigungsstätten in Kanada und Indien

Parallel zu den industriepolitischen Initiativen ordnet der Konzern seine internationalen Standorte neu. In Indien übernahm Stellantis am 21. September die verbliebenen Anteile an der Stellantis Automobiles India Private Limited von der Hindustan Motor Finance Corporation Ltd, einer Gesellschaft der CK Birla Group. Durch diese Transaktion sicherte sich das Unternehmen die vollständige Kontrolle über die Produktionsstätte in Thiruvallur.

In Nordamerika sorgt der geplante Umbau dagegen für arbeitsrechtliche Konflikte. Stellantis unterzeichnete eine Absichtserklärung mit Roshel über einen möglichen Verkauf des stillgelegten Werks Brampton Assembly. Die kanadische Gewerkschaft Unifor, die rund 8.000 dortige Beschäftigte vertritt, kündigte am 17. September an, Gegenmaßnahmen bis hin zu Streiks gegen die Verkaufspläne zu prüfen.

Verhaltene Absatzzahlen und unzufriedene Eigner

Auf den europäischen Märkten kämpft Stellantis unterdessen mit Gegenwind beim Vertrieb. Zwar stiegen die europäischen Neuzulassungen der Gruppe im August im Vorjahresvergleich um 3,5 Prozent, während Konkurrenten wie Volkswagen und Renault Rückgänge verbuchten. Dennoch sank der gemeinsame Marktanteil des Konzerns leicht von 14,2 auf 14,0 Prozent.

Zugleich wächst die Ungeduld auf Seiten bedeutender Investoren. Der zweitgrößte Anteilseigner Peugeot Invest erklärte am Donnerstag, die Halbjahresergebnisse hätten zwar einzelne positive Anzeichen geliefert. Die Kursentwicklung der Aktie bezeichnete die Beteiligungsgesellschaft jedoch ausdrücklich als enttäuschend. Zum Handelsschluss am Freitag lag das Papier bei 4,04 Euro, was einem Rückgang von 57 Prozent seit Jahresbeginn entspricht.

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Stellantis Aktie

4,05 EUR

+ 0,11 EUR +2,69 %
KGV —
Sektor Zyklischer Konsum
Div.-Rendite —
Marktkapitalisierung 52,20 Mrd. EUR
Ø Kursziel 5,61 EUR
ISIN: NL00150001Q9 WKN: A2QL01

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