Stellantis Aktie: Ram schiebt Erholung an
Ram steigert den US-Absatz im dritten Quartal, während Jeep Rückgänge verzeichnet; das Management hält an seiner Prognose für 2026 fest.

Kurz zusammengefasst
- Ram-Pickup-Verkäufe steigen um 29 Prozent
- Jeep-Absatz sinkt im Quartal um 20 Prozent
- US-Auslieferungen bleiben nahezu unverändert
- Stellantis bestätigt Geschäftsausblick für 2026
Im US-Geschäft von Stellantis driften die Marken auseinander. Während Ram-Pickups im dritten Quartal kräftig zulegten, bremste Jeep deutlich. Die Aktie profitierte heute in Paris und gewann zeitweise knapp fünf Prozent auf rund 4,04 Euro.
Ram trägt das Quartal
Insgesamt lieferte Stellantis in den USA 324.277 Fahrzeuge aus, praktisch genauso viele wie im Vorjahresquartal. Die Ram-Pickups stiegen um 29 Prozent auf 134.072 Einheiten. Beim leichten Modell Ram 1500 betrug das Plus sogar 73 Prozent.
Die Konkurrenz zeigt ein gemischtes Bild. General Motors verkaufte in den USA 670.974 Fahrzeuge, 5,5 Prozent weniger als vor einem Jahr. Toyota legte um 8,4 Prozent zu, Hyundai um rund 3 Prozent. Stellantis hielt sich damit besser als der Detroiter Rivale, blieb aber hinter den asiatischen Herstellern zurück.
Für die ersten drei Quartale steht bei Stellantis ein Plus von 3 Prozent auf 958.463 Fahrzeuge zu Buche.
Jeep belastet, Italien liefert
Der Schatten liegt bei Jeep. Die Marke verkaufte im dritten Quartal 20 Prozent weniger Fahrzeuge. Hohe Spritpreise lenken die Nachfrage zu sparsameren Modellen, von denen vor allem asiatische Anbieter profitieren dürften. Dieser Trend könnte auch die übrigen Detroiter Hersteller Marktanteile kosten.
Etwas Rückenwind kam aus Europa: In Italien stiegen die Verkäufe im September um 12,6 Prozent auf 38.704 Fahrzeuge. Das ist mehr, als der Gesamtmarkt zulegte, der Marktanteil im Heimatmarkt wuchs entsprechend.
Prognose steht, Aktie nahe Tief
Hinzu kommt die Zielsetzung des Managements. CEO Antonio Filosa bekräftigte die Prognose für 2026: ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich und eine bereinigte operative Marge im niedrigen einstelligen Bereich. Bis 2027 soll der Cashflow positiv werden, 2028 peilt der Konzern mehr als drei Milliarden Euro freien Cashflow an.
Auch die Chartlage half. Die Aktie notierte nahe ihrem Jahrestief von 3,813 Euro, was Käufer auf der Suche nach einer technischen Erholung anlockte. Der französische Leitindex CAC 40 legte zudem rund ein Prozent zu.
Die Zahlen zeigen: Die Erholung hängt derzeit stark an den Ram-Pickups. Gelingt es Jeep nicht, den Rückgang zu stoppen, bleibt der Absatz insgesamt auf der Stelle. Die Marke um 3,81 Euro dient als nächste Orientierung, falls der Kursanstieg wieder abebbt.
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