Stellantis Aktie: Topolino ab 13.995 Dollar in USA
Stellantis bringt den Fiat Topolino in die USA, kämpft aber mit Produktionsstopps und Rückrufen. Die Aktie verliert weiter an Wert.

Kurz zusammengefasst
- Fiat Topolino startet in den USA
- Produktionsstopp für Fiat 500 in Italien
- Rückruf von 12.600 Ram-Modellen
- Aktienkurs seit Jahresbeginn mehr als halbiert
Stellantis wagt den Sprung in eine neue Nische auf dem US-Markt. Der Autokonzern bringt den Fiat Topolino als elektrisches Kleinstfahrzeug nach Amerika. Ab 13.995 US-Dollar können Kunden den winzigen Stromer bestellen.
Der Topolino orientiert sich optisch am historischen Vorbild aus den 1930er-Jahren. Er ist für kurze Wege in Wohnvierteln oder Ferienanlagen konzipiert. Die Batterie mit 5,4 Kilowattstunden ermöglicht eine Reichweite von 46 Meilen.
Die Höchstgeschwindigkeit von 19 Meilen pro Stunde begrenzt den Einsatzradius deutlich. Ein optionales Kit soll das Tempo später auf 25 Meilen pro Stunde anheben. Das Fahrzeug bleibt damit ein Nischenprodukt für den lokalen Nahverkehr.
Produktionsstopp und Rückrufe
Parallel zur US-Expansion kämpft der Konzern mit operativen Problemen. Stellantis stoppt die Produktion des Fiat 500 im Werk Mirafiori erneut. Fehlende Motoren bremsen das italienische Werk aus.
In den USA beordert das Unternehmen rund 12.600 Ram-Modelle zurück in die Werkstätten. Ein technischer Fehler am Tagfahrlicht macht den Austausch der Scheinwerfer nötig. Die Halter erhalten Ende Juli Post.
Lichtblick in Lateinamerika
Die Verkaufszahlen zeigen ein zweigeteiltes Bild. In Mexiko steigerte der Konzern seinen Absatz im zweiten Quartal um 19 Prozent. Im gleichen Schritt legten die US-Verkäufe im ersten Halbjahr um fünf Prozent zu.
Trotz dieser Erfolge verlor die Aktie seit Jahresbeginn mehr als die Hälfte ihres Wertes. Der Kurs notierte zuletzt bei 4,83 Euro. Die US-Bank JPMorgan stufte das Papier am 9. Juli auf „Neutral“ herab.
Die Analysten sehen das größte Risiko in der Transformation. Der Umbau des Konzerns dauert länger als erwartet und kostet viel Kapital. Hinzu kommt der wachsende Druck durch chinesische Hersteller.
Mit einem Relative-Stärke-Index von knapp 34 nähert sich der Titel der überverkauften Zone. Stellantis investiert im Rahmen seines Strategieplans bis 2030 rund 60 Milliarden Euro. Der Fokus liegt dabei auf der vollständigen Elektrifizierung der Modellpalette.
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