Der österreichische Motorenspezialist Steyr Motors stellt sein Kontrollgremium neu auf – und liefert gleichzeitig starke Jahreszahlen mit ambitionierten Zielen für 2026. Zum 10. April, dem Datum der nächsten Hauptversammlung, sollen zwei neue Aufsichtsräte gewählt werden, die den Abgang der Mutares-Vertreter kompensieren.
Personeller Wechsel nach Mutares-Ausstieg
Der frühere Großaktionär Mutares SE & Co. KGaA hatte seine verbliebenen Anteile bereits im November 2025 veräußert. Damit scheiden auch dessen Vertreter im Aufsichtsrat, Dr. Christian Klingler und Fabian Schlegel, zur Hauptversammlung aus dem Gremium aus.
Als Nachfolger schlägt das Unternehmen Rolf Wirtz und Gerhard Schwartz vor. Wirtz war bis 2022 CEO von Thyssenkrupp Marine Systems und bringt Expertise aus der Verteidigungsindustrie mit – ein Bereich, der für Steyr Motors strategisch an Bedeutung gewinnt. Schwartz, ehemals geschäftsführender Partner bei EY, soll den Prüfungsausschuss verstärken.
Starkes Wachstum, ehrgeizige Ziele
Das Geschäftsjahr 2025 verlief solide: Der Umsatz stieg um 16,4 Prozent auf 48,5 Millionen Euro, die bereinigte EBIT-Marge erreichte 14,5 Prozent. Das ausgewiesene EBIT von 5,8 Millionen Euro wurde durch Einmaleffekte – darunter M&A-Beratungskosten – gedrückt. Der Konzernüberschuss lag bei 3,9 Millionen Euro. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen eine Dividende von 0,25 Euro je Aktie vor, was beim aktuellen Kurs einer Rendite von rund 0,6 Prozent entspricht.
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Für 2026 peilt das Management einen Umsatz zwischen 75 und 95 Millionen Euro an – eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Rückenwind liefert ein Auftragsbestand von über 300 Millionen Euro per Jahresende 2025. Hinzu kommt die im Februar 2026 vereinbarte Übernahme des dänischen Motorenherstellers BUKH A/S, durch die das Portfolio im maritimen Antriebsbereich wächst. Im zweiten Halbjahr 2026 soll zudem die Serienproduktion der M12 Power Unit im Bereich mobiler Energieerzeugung anlaufen.
Die Aktie reagierte auf die Meldungen mit einem leichten Minus von 1,8 Prozent auf 42,90 Euro – eine moderate Konsolidierung nach einem Kursanstieg von rund 190 Prozent seit dem Börsengang im Oktober 2024 zum Emissionspreis von 14,00 Euro. Analysten von NuWays, Baader Bank und ODDO BHF sehen den Titel weiterhin positiv und nennen Kursziele zwischen 60 und 75 Euro.
Die Hauptversammlung am 10. April in Steyr dürfte weitere Details zur Finanzplanung bis 2030 liefern und gilt als nächster wichtiger Termin für Aktionäre.
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