STOXX Oil & Gas: Skepsis überwiegt

Der europäische Öl- und Gasindex verliert deutlich, da politische Unsicherheiten im Nahen Osten die anfängliche Euphorie über steigende Rohölpreise überlagern.

Dieter Jaworski ·
STOXX® Europe 600 Oil & Gas Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Index verliert trotz steigender Brent-Preise
  • Geopolitische Risiken lösen Gewinnmitnahmen aus
  • TotalEnergies glänzt mit Joint Venture und Rückkäufen
  • Technische Marken definieren wichtige Kursniveaus

Der europäische Öl- und Gassektor musste am Donnerstag einen deutlichen Dämpfer hinnehmen. Trotz steigender Rohölpreise blickten Anleger zunehmend skeptisch auf die politische Lage im Nahen Osten. Die anfängliche Euphorie über einen möglichen Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran wich neuer Unsicherheit über die Stabilität der Region.

Geopolitik bremst Kursfantasie

Der Branchenindex STOXX Europe 600 Oil & Gas (SXEP) verlor am Donnerstag knapp zwei Prozent und schloss bei 537,11 Punkten. Dieser Rücksetzer überrascht auf den ersten Blick, da der Preis für die Sorte Brent gleichzeitig auf fast 97 US-Dollar kletterte. Normalerweise profitieren Energieaktien von teurerem Öl. In diesem Fall überwogen jedoch die Sorgen über die anhaltende Blockade der Straße von Hormus und die Fragilität der diplomatischen Annäherung.

Marktbeobachter werten die Kursentwicklung als Zeichen dafür, dass Investoren die jüngste Rally für überreizt halten. Während der Index im bisherigen Jahresverlauf noch immer über 30 Prozent im Plus liegt, sorgte die Unsicherheit nun für Gewinnmitnahmen. Auch das breitere Marktumfeld in Europa präsentierte sich schwach: Der DAX gab um 1,1 Prozent nach, was den Druck auf den Energiesektor zusätzlich erhöhte.

Lichtblicke bei den Schwergewichten

Trotz der allgemeinen Schwäche konnten sich einzelne Branchenriesen dem Abwärtstrend entziehen. Besonders TotalEnergies stach mit einem Plus von 3,23 Prozent hervor. Der französische Konzern profitierte von der Ankündigung eines Joint Ventures für erneuerbare Energien im Wert von 2,2 Milliarden US-Dollar sowie dem Abschluss eines umfangreichen Aktienrückkaufprogramms.

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Auch Shell beendete den Handelstag leicht im grünen Bereich. Starke Ergebnisse im Ölhandel und fortlaufende Aktienrückkäufe stützten den Kurs. Im Gegensatz dazu spiegelten andere Schwergewichte wie Equinor die negative Stimmung im Sektor wider und belasteten die Index-Performance.

Technische Marken im Fokus

Aus technischer Sicht hat der Index die Marke von 553 Punkten vorerst als zu hohen Widerstand bestätigt. Das Tagestief bei 522,14 Punkten fungiert nun als wichtige Unterstützung. Ein dauerhaftes Unterschreiten dieses Niveaus könnte weiteren Verkaufsdruck auslösen.

Die Analysten von Goldman Sachs haben ihre Prognose für den Brent-Preis im zweiten Quartal 2026 bereits auf 90 US-Dollar gesenkt. Sollten die Spannungen im Nahen Osten jedoch erneut aufflammen, sehen die Experten erhebliche Aufwärtsrisiken für den Ölpreis, was die Volatilität im Sektor hochhalten dürfte.

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STOXX® Europe 600 Oil & Gas Index

454,70 PKT

+ 4,62 PKT +1,03 %
KGV
Sektor
Div.-Rendite
Marktkapitalisierung
ISIN: 2126986554IN

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