Strategy Aktie: 1.550 Bitcoin gekauft
Ständige Kapitalerhöhungen zur Bitcoin-Finanzierung mindern den Wert pro Aktie bei MicroStrategy. Der Kurs fiel trotz Umsatzplus um über 67 Prozent.

Kurz zusammengefasst
- Bitcoin-Zukauf durch Aktienemissionen
- Rechnerischer Bitcoin-Anteil sinkt
- Aktienkurs verliert über 67 Prozent
- Umsatz steigt auf 124,3 Millionen Dollar
MicroStrategy setzt alles auf eine Karte. Während der Konzern seine Bitcoin-Bestände aggressiv ausbaut, wächst bei Beobachtern die Skepsis. Das Problem: Die ständigen Kapitalerhöhungen verwässern den Wert für bestehende Aktionäre.
Bitcoin-Käufe auf Pump
In der ersten Juniwoche kaufte das Unternehmen 1.550 zusätzliche Bitcoin. Dafür flossen rund 101,3 Millionen US-Dollar aus der Firmenkasse. Der Durchschnittspreis lag bei 65.332 Dollar pro Token.
Das Unternehmen finanzierte diesen Zukauf durch den Verkauf neuer Aktien. Parallel dazu veräußerte MicroStrategy Ende Mai eine kleine Menge von 32 Bitcoin. Dieser Verkauf brachte 2,5 Millionen Dollar ein.
CEO Phong Le begründete den seltenen Verkauf mit anstehenden Dividendenzahlungen für Vorzugsaktien. Er betonte, dass der Konzern weiterhin ein Netto-Käufer bleibe. Dennoch sinkt der rechnerische Bitcoin-Anteil pro Aktie durch die neuen Emissionen.
Kurssturz trotz Umsatzplus
Die Geschäftszahlen zeigen ein zweigeteiltes Bild. Im ersten Quartal 2026 stieg der Umsatz um knapp zwölf Prozent auf 124,3 Millionen Dollar.
Der Aktienkurs hingegen verlor auf Jahressicht über 67 Prozent an Wert. Am vergangenen Freitag schloss das Papier bei 107,14 Euro. Trotz eines leichten Tagesplus notiert die Aktie weit unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 391,80 Euro. Der Abstand zum Gipfel beträgt damit über 70 Prozent.
Im Juli 2026 legt MicroStrategy die Zahlen für das zweite Quartal vor. Dieser Bericht liefert die nächste Bestandsaufnahme zur Zinslast und zum tatsächlichen Bitcoin-Bestand je Aktie. Aktionäre erhalten dann neue Daten zur Bitcoin-Quote — der zentralen Kennzahl für die Bewertung des Konzerns.
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