Strategy hat in den vergangenen Wochen gleich mehrere Signale gesetzt: ein milliardenschwerer Bitcoin-Kauf, wachsendes institutionelles Interesse an den eigenen Vorzugsaktien und eine neue Analystenempfehlung. Die Aktie reagiert mit deutlichen Kursgewinnen — trotz eines operativen Verlustes von 17,4 Milliarden Dollar im vierten Quartal 2025.
Der 1,28-Milliarden-Dollar-Kauf
Der wichtigste Kurstreiber war eine per SEC-Filing offengelegte Bitcoin-Akquisition: Strategy kaufte 17.994 BTC für insgesamt 1,28 Milliarden Dollar — zu einem Durchschnittspreis von rund 70.946 Dollar je Coin. Damit hält das Unternehmen nun 738.731 Bitcoin, erworben für insgesamt 56,04 Milliarden Dollar.
Finanziert wurde der Kauf vollständig über Kapitalmaßnahmen. Strategy verkaufte 6,33 Millionen Stammaktien und erzielte damit Nettoerlöse von 899,5 Millionen Dollar. Weitere 377,1 Millionen Dollar kamen aus der Ausgabe von 3,78 Millionen Anteilen der variabel verzinsten Vorzugsaktie STRC.
Institutionelle Nachfrage und frische Analystendeckung
Die STRC-Vorzugsaktie gewinnt an institutionellem Rückhalt. Strive, ein kleineres Bitcoin-Treasury-Unternehmen, investierte am 11. März 50 Millionen Dollar aus seiner eigenen Unternehmenskasse in STRC. Laut Strive-CEO Matt Cole eignet sich das Instrument für Institutionen, die Rendite und Kursstabilität als teilweisen Ersatz für Barreserven suchen. Strategy erhöhte zuletzt die Dividendenrate auf STRC auf 11,5 Prozent — die siebte Anhebung seit Produkteinführung.
Parallel dazu initiierte B. Riley Securities am 10. März eine Kaufempfehlung. Analyst Fedor Shabalin hob hervor, dass Unternehmen mit Zugang zu einem breiteren Finanzierungsmix besser aufgestellt seien als solche, die fast ausschließlich auf neue Stammaktien setzen. Gleichzeitig räumte Shabalin ein, dass der Bitcoin-Treasury-Sektor unter dem 45-prozentigen BTC-Rückgang vom Allzeithoch bei 126.080 Dollar gelitten hat — und Strategy dabei noch stärker verlor als Bitcoin selbst.
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Der Analystenkonsens aus 13 Experten lautet dennoch „Strong Buy“, mit einem durchschnittlichen Kursziel von 354,15 Dollar. Die Spanne reicht dabei von 54 bis 705 Dollar — ein Hinweis auf die erhebliche Unsicherheit rund um das Geschäftsmodell.
Operatives Geschäft bleibt tief im Minus
Trotz der Kursgewinne bleibt Strategys Finanzprofil gespalten. Der Umsatz übertraf im vierten Quartal 2025 mit 123 Millionen Dollar die Erwartungen, doch der Nettoverlust belief sich auf 12,6 Milliarden Dollar. Das Management hält dennoch an seinem Ziel fest, den Bitcoin-Bestand je Aktie innerhalb von sieben Jahren zu verdoppeln — mit einer angestrebten jährlichen Bitcoin-Rendite von fünf bis 14 Prozent.
Heute notiert die Aktie bei rund 127 Euro, hat sich damit aber noch weit vom 52-Wochen-Hoch bei 391,80 Euro entfernt. Ob die aktuelle Erholung trägt, hängt maßgeblich davon ab, wie sich Bitcoin in den kommenden Wochen entwickelt — und ob das Modell der eigenkapitalfinanzierten Akkumulation weiterhin institutionelle Käufer anzieht.
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