Strategy hat in einer Woche gleich zwei Schlagzeilen produziert: ein milliardenschweres Bitcoin-Kaufprogramm und frische Analystenabdeckung von der Wall Street. Beides zusammen rückt das Unternehmen wieder in den Fokus institutioneller Investoren – trotz eines Bitcoin-Preises, der deutlich unter dem Einstandskurs der Gesellschaft liegt.
Der Kauf im Detail
Zwischen dem 2. und 8. März erwarb Strategy 17.994 Bitcoin für rund 1,28 Milliarden US-Dollar – der größte Einzelkauf seit sieben Wochen. Der durchschnittliche Einstandspreis lag bei 70.946 Dollar pro Bitcoin. Finanziert wurde die Transaktion vollständig über die Kapitalmärkte: Rund 900 Millionen Dollar stammten aus dem Verkauf von Stammaktien, weitere 377 Millionen aus der Ausgabe von Vorzugsaktien der Serie „Stretch“.
Genau diese Finanzierungsstruktur sorgte für Aufmerksamkeit. Denn während das Management zuvor signalisiert hatte, Stretch-Verkäufe zu priorisieren, machten diese im Vormonat nur drei Prozent des Kaufvolumens aus. Im jüngsten Kauf stieg ihr Anteil auf rund 30 Prozent – eine deutliche Verschiebung, die Marktbeobachter registrierten.
Analyst sieht Einstiegschance
B. Riley Securities nahm die Aktie am 10. März mit einer Kaufempfehlung in die Beobachtung auf. Analyst Fedor Shabalin verwies auf den Rückgang des Bitcoin-Kurses um 45 Prozent gegenüber dem Oktober-Hoch von 126.080 Dollar und die damit verbundene Korrektur der Aktie um rund 60 Prozent in sechs Monaten. Das aktuelle Verhältnis von Marktkapitalisierung zu Bitcoin-Bestandswert – der sogenannte mNAV-Multiplikator – sei im Vergleich zum 2024er-Höchststand von 3,4 attraktiv bewertet. Shabalin hob zudem hervor, dass Strategy mit Stammaktien und fünf Klassen von Vorzugsaktien eine Art „digitale Kreditplattform“ aufgebaut habe.
Untermauert wird dieses Bild durch eine weitere Transaktion: Das Unternehmen Strive erwarb für 50 Millionen Dollar Strategy-Vorzugsaktien der Serie STRC, die derzeit eine Rendite von 11,5 Prozent abwerfen – ein Zeichen wachsenden institutionellen Interesses an diesen Instrumenten.
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Unrealisierte Verluste und ambitionierte Pläne
Mit insgesamt 738.731 Bitcoin und einem Gesamtinvestment von 56,04 Milliarden Dollar ist Strategy der mit Abstand größte börsennotierte Unternehmenshalter der Kryptowährung. Allerdings liegt der durchschnittliche Einstandspreis bei 75.862 Dollar pro Bitcoin – rund neun Prozent über dem aktuellen Marktpreis. Die Bestände stehen damit rechnerisch im Minus.
Dennoch hält das Unternehmen an seiner Expansionsstrategie fest. Der sogenannte „42/42 Plan“ sieht vor, bis 2027 insgesamt 84 Milliarden Dollar einzusammeln – je zur Hälfte über Aktienverkäufe und Fremdkapital – um weiter Bitcoin zu kaufen. Jährlich sollen zudem sechs bis zehn Milliarden Dollar über digitale Kreditinstrumente emittiert werden.
Die Aktie hat sich zuletzt von ihrem Jahrestief bei 106 Dollar erholt und notiert aktuell bei rund 118,50 Euro. Wie weit diese Erholung trägt, hängt maßgeblich davon ab, ob Bitcoin seinen Aufwärtstrend vom Februar-Tief bei 60.000 Dollar fortsetzen kann.
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