Strategy Aktie: Rekordkauf, Rekordverlust
Strategy tätigt größten Bitcoin-Kauf des Jahres, während unrealisierte Verluste und eine hohe Dividendenlast aus Vorzugsaktien das Geschäftsmodell unter Druck setzen.

Kurz zusammengefasst
- Größter Bitcoin-Kauf des Jahres mit 22.337 Coins
- Jährliche Dividendenlast übersteigt eine Milliarde Dollar
- Weltweit größte Short-Position relativ zur Marktkapitalisierung
- Analysten halten trotz Risiken an Strong-Buy-Rating fest
761.068 Bitcoin im Tresor — und trotzdem tief im Minus. Strategy hat in der Woche vom 9. bis 15. März seinen bislang größten Einzelkauf des Jahres getätigt und dabei 22.337 BTC für rund 1,57 Milliarden Dollar erworben. Das Paradox: Je mehr das Unternehmen kauft, desto größer werden die Verluste auf dem Papier.
Finanzierung mit wachsenden Verpflichtungen
Der jüngste Kauf wurde überwiegend über den Verkauf von STRC-Vorzugsaktien im Wert von 1,18 Milliarden Dollar finanziert — ein Instrument mit einem Jahresdividendensatz von 11,5%, das seit seiner Einführung im Juli 2025 zum Kern der Kapitalstrategie geworden ist. Die restlichen 396 Millionen Dollar flossen durch die Ausgabe neuer Stammaktien herein.
Das hat seinen Preis. Die jährliche Dividendenlast aus dem STRC-Programm übersteigt mittlerweile eine Milliarde Dollar. Kritiker warnen, dass diese Konstruktion bei einem längeren Bitcoin-Abschwung strukturell unter Druck geraten könnte — weil die laufenden Kosten unabhängig vom Bitcoin-Kurs anfallen.
Hinzu kommt: Der durchschnittliche Einstandspreis liegt bei rund 75.696 Dollar pro Coin, während der aktuelle Marktwert des Gesamtbestands darunter liegt. Unterm Strich stehen unrealisierte Verluste von schätzungsweise 1,7 Milliarden Dollar — nach einem Quartalsverlust von 12,4 Milliarden Dollar im vierten Quartal 2025, der fast vollständig auf neue FASB-Bilanzierungsregeln zurückzuführen ist. Diese schreiben vor, dass Kursveränderungen bei digitalen Assets direkt in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung einfließen.
Meistgeshortete Aktie weltweit
Die aggressive Akkumulationsstrategie zieht Leerverkäufer an. Unter allen Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 25 Milliarden Dollar hat Strategy laut Goldman Sachs und FactSet inzwischen die weltweit größte Shortposition relativ zur eigenen Größe — rund 14% der Marktkapitalisierung sind leerverkauft.
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Ein Teil dieser Wetten läuft über den sogenannten Basis-Trade: Händler kaufen Bitcoin-Spot-ETFs wie BlackRock’s IBIT und shorten gleichzeitig die Strategy-Aktie, um von Preisunterschieden zu profitieren. Die Aktie hat in den vergangenen sechs Monaten mehr als 63% verloren — ein stärkerer Rückgang als Bitcoin selbst im gleichen Zeitraum.
Analysten bleiben optimistisch
Trotz allem: Die 13 Analysten, die Strategy abdecken, vergeben im Konsens ein „Strong Buy“-Rating mit einem durchschnittlichen Kursziel von 349,15 Dollar. Die Bandbreite reicht von 54 bis 705 Dollar — eine Spanne, die die tiefe Unsicherheit über den Ausgang dieser Bitcoin-Wette widerspiegelt.
Ob das Modell aufgeht, hängt letztlich an einer einzigen Variable: dem Bitcoin-Kurs. Das Softwaregeschäft, das im vierten Quartal 2025 einen Umsatz von knapp 123 Millionen Dollar erzielte, spielt neben dem Krypto-Exposure kaum eine Rolle.
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