Stryker Aktie: Die Robotik-Offensive!
Neben der Zulassung des Ultraschallsystems baut Stryker seine Robotikpräsenz aus; BTIG senkt das Kursziel, hält aber an Buy fest.
Kurz zusammengefasst
- FDA gibt Sonopet 3 frei
- Erste Anwendungen im Oktober geplant
- Rund 400 Millionen Dollar für CMR
- BTIG reduziert Kursziel auf 316 Dollar
Der Medizintechnikkonzern Stryker setzt im Herbst wichtige operative Wegmarken. Am Mittwoch vermeldete das Unternehmen die 510(k)-Freigabe der US-Gesundheitsbehörde FDA für seine neue Ultraschallplattform Sonopet 3, die zur Entfernung von Knochen und Weichgewebe dient. Erste klinische Anwendungen des Systems sind für den laufenden Oktober angesetzt, bevor im späteren Verlauf des Herbstes die vollständige Markteinführung folgen soll.
Die regulatorische Freigabe reiht sich in eine Reihe strategischer Schritte ein, mit denen das Unternehmen sein medizintechnisches Instrumentarium ergänzt. Im deutschen Handel schloss das Papier am Freitag bei 262,30 Euro. Auf Sicht von sieben Tagen verzeichnete die Aktie einen Zuwachs von 5,9 Prozent.
Expansion im Bereich der chirurgischen Robotik
Bereits am Montag kündigte Stryker eine Investition über rund $400 Millionen in Vorzugsaktien des Anbieters CMR Surgical an. Die Vereinbarung umfasst umgerechnet etwa £300 Millionen und beinhaltet eine exklusive Option zur späteren Übernahme der verbleibenden Anteile an dem britischen Spezialisten.
Gleichzeitig wird Stryker der exklusive US-Vertriebspartner für das Versius-Produktportfolio von CMR. Das Weichteilrobotik-System erweitert damit das Spektrum des Konzerns auf dem US-Markt. Der Vollzug der Transaktion steht unter dem Vorbehalt üblicher Abschlussbedingungen.
Trotz dieser Weichenstellungen bleibt die Aktie im längerfristigen Bild zurück. Zum 52-Wochen-Hoch liegt der Abstand derzeit bei minus 22 Prozent.
Analystenanpassung und juristisches Nachspiel in Irland
Auf die jüngsten Unternehmensentwicklungen reagierte am Montag das Analysehaus BTIG. Dessen Experten senkten das Kursziel für Stryker von zuvor $358 auf nun $316, hielten jedoch an ihrer Einstufung mit „Buy“ fest.
Schatten wirft derweil ein juristisches Verfahren in Europa auf den Konzern. Medienberichten zufolge empfahl die irische Staatsanwaltschaft die Einleitung eines Strafverfahrens wegen mutmaßlicher Verstöße gegen Arbeitsschutzvorschriften.
Anlass ist ein tödlicher Vorfall, der sich 2023 in einer Stryker-Fertigungsstätte in Cork ereignete. Vertreter des Konzerns wurden dazu aufgefordert, am 22. Oktober vor dem Bezirksgericht in Midleton zu erscheinen.
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