Super Micro: 11-Prozent-Sturz auf 41,64 Dollar
Trotz neuer Partnerschaften und Dell-Rückenwind fällt der Kurs von Super Micro am Freitag um über elf Prozent.

Kurz zusammengefasst
- Kursrutsch um 11,22 Prozent am Freitag
- Neue Kooperationen mit Arm und Intel
- Analysten bleiben bei neutralem Rating
- Hohe Volatilität von über 100 Prozent
Die Aktie von Super Micro Computer beendete die Handelswoche mit einem heftigen Rückschlag. Am Freitag fiel der Kurs um 11,22 Prozent auf 41,64 US-Dollar. Das Wochenminus summiert sich auf 9,66 Prozent. Dabei hatte die Woche für den KI-Server-Spezialisten vielversprechend begonnen.
Partnerschaften und neue Plattformen
Super Micro verkündete gleich mehrere strategische Kooperationen. Mit Arm will das Unternehmen energieeffiziente Rack-Infrastrukturen für sogenannte „Enterprise Agentic AI“ entwickeln. Auf der Computex präsentierte Supermicro zudem die AMD Helios Rack-Plattform mit 72-GPU-Racks für Hochleistungsrechnen. Neue Server mit Intel Xeon 6+ Prozessoren sollen die Gesamtbetriebskosten senken. Hinzu kommen Blaupausen für die NVIDIA Vera Rubin NVL72 Plattform – Skalierung von 5 Megawatt bis zu einem Gigawatt.
Dell-Effekt und dann der Rückschlag
Mitte der Woche zog die Aktie noch rund 12 Prozent an. Auslöser war ein starkes Quartalsergebnis des Konkurrenten Dell. Das beflügelte die Hoffnung auf anhaltende Dynamik im KI-Server-Zyklus. Super Micro konkurriert direkt mit Dell um Aufträge von Hyperscalern und Rechenzentren.
Doch der Schwung hielt nicht lange. Analysten bleiben zurückhaltend: Mizuho bestätigte am 1. Juni ein „Neutral“-Rating mit Kursziel 44 US-Dollar. Der Durchschnitt von 17 Analysten liegt sogar bei nur 39 US-Dollar – ein leichter Abschlag zum aktuellen Kurs.
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Volatiles Spiel mit hohen Erwartungen
Trotz des Wochenendes steht die Aktie auf 30-Tage-Sicht noch 20,14 Prozent im Plus. Seit Jahresbeginn beträgt das Plus 34,50 Prozent. Allerdings notiert der Titel 31,41 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 60,71 US-Dollar. Der RSI von 58,3 signalisiert weder überkauft noch überverkauft.
Die Geschicke von Super Micro hängen eng an den Investitionsplänen der großen Cloud-Anbieter. Steigen deren Budgets für KI-Infrastruktur, profitiert der Spezialist für Flüssigkühlung und Komplettsysteme. Flaut der Hype ab, leidet der Kurs überproportional – die annualisierte Volatilität von 106 Prozent zeigt das Risiko.
Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die neue Produktwelle ausreicht, um das Vertrauen der Anleger nachhaltig zu stärken. Der nächste Test folgt mit den Quartalszahlen.
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