Super Micro: 2-Milliarden-Auftrag von Gorilla Technology
Super Micro erweitert KI-Portfolio massiv, sichert Milliardenauftrag in Indien und kooperiert mit AMD, Arm und NVIDIA.
Kurz zusammengefasst
- Neue KI-Plattformen auf der Computex
- Milliardenauftrag aus Indien
- Kooperation mit AMD und Arm
- Aktie trotz Rücksetzer stark im Plus
Super Micro Computer hat in den vergangenen Tagen sein KI-Infrastruktur-Portfolio massiv ausgeweitet. Der Server-Spezialist präsentierte neue Plattformen auf der Computex in Taipei und gab gleich mehrere Partnerschaften bekannt. Kein Wunder, dass Anleger trotz eines deutlichen Kursrückgangs am Freitag gespannt auf die nächsten Schritte blicken.
AMD Helios und Arm-Kooperation
Auf der Computex zeigte Super Micro gemeinsam mit AMD die nächste Generation der Helios-Rack-Scale-Plattform. Das System integriert 72 AMD Instinct MI455X GPUs und Prozessoren der sechsten EPYC-Generation. Ziel ist die Beschleunigung großer KI-Workloads – vom Training bis zur Inferenz großer Sprachmodelle.
Parallel dazu kündigte das Unternehmen eine Zusammenarbeit mit Arm an. Gemeinsam entwickeln sie energieeffiziente Rack-Scale-Lösungen für enterprise agentic AI. Die Plattformen sollen eine höhere Leistung pro Watt bieten und sind sowohl luft- als auch flüssigkeitsgekühlt verfügbar.
NVIDIA-Integration und Milliarden-Auftrag
Super Micro stellte zudem Data-Center-Building-Block-Lösungen auf Basis der NVIDIA Vera Rubin NVL72 und NVIDIA HGX Rubin NVL8 vor. Diese Blaupausen sind für KI-Rechenzentren im Gigawatt-Maßstab ausgelegt – skalierbar von Einheiten mit 1.152 GPUs bis zu weit größeren Konfigurationen.
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Ein wichtiger Meilenstein: Das Unternehmen sicherte sich einen rund zwei Milliarden US-Dollar schweren Auftrag für KI-Infrastruktur in Indien mit Gorilla Technology. Zudem rüstet Super Micro den europäischen KI-Cloud-Anbieter Verda mit flüssigkeitsgekühlten, NVIDIA-Blackwell-beschleunigten Systemen aus. Diese sollen zu 100 Prozent mit erneuerbarer Energie betrieben werden und die Abwärme wiederverwerten.
Ausblick und Kursentwicklung
Am 9. Juni 2026 nimmt Super Micro an der Mizuho Technology Conference in New York teil. Die Konferenz könnte weitere Details zu den neuen Partnerschaften und der strategischen Ausrichtung liefern.
Die Aktie schloss am Freitag bei 41,64 US-Dollar – ein Minus von 11,22 Prozent an einem Tag. Über die letzten 30 Tage steht dennoch ein Plus von 20,14 Prozent zu Buche. Seit Jahresbeginn summiert sich das Plus auf 34,50 Prozent. Der Rücksetzer am Freitag zeigt jedoch, wie volatil das Papier bleibt: mit 105,95 Prozent annualisierter 30-Tage-Volatilität gehört es zu den beweglichsten Titeln im Tech-Sektor. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 60,71 US-Dollar beträgt gut 31 Prozent.
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