Analysten raten zum Ausstieg. Der Serverhersteller kämpft mit schrumpfenden Margen und extremer Volatilität – trotz kurzfristiger Erholung bleibt die Aktie über 70 Prozent unter ihrem Höchststand von 2024. Die Frage ist nicht mehr, ob das Unternehmen wächst, sondern ob es dabei noch Geld verdient.
Margen unter Druck
Das Kernproblem liegt auf der Hand: Die operative Marge des Unternehmens hat sich in den vergangenen drei Jahren halbiert. Intensiver Preiswettbewerb und der Druck großer Kunden setzen der Profitabilität massiv zu. Goldman Sachs reagierte bereits mit einer Abstufung und verweist auf Umsetzungsrisiken. Das Ergebnis: Selbst steigende Verkaufszahlen führen nicht mehr zu entsprechenden Gewinnen.
Verschärft wird die Lage durch einen negativen freien Cashflow von fast 950 Millionen Dollar im frühen Geschäftsjahr 2026. Die aggressive Expansion kostet Liquidität – und das zu einem Zeitpunkt, an dem die Rentabilität bereits leidet.
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Neue Strategie gegen alte Probleme
Super Micro Computer versucht gegenzusteuern. Das Unternehmen will sich breiter aufstellen und neben großen KI-Rechenzentren auch Edge- und Retail-Bereiche erschließen. Eine neu gesicherte revolvierende Kreditlinie über 2,00 Milliarden Dollar soll die Finanzierung sichern. Ziel ist es, margenstärkere Geschäfte zu gewinnen und die Abhängigkeit von Großkunden zu reduzieren.
Ob diese Maßnahmen greifen, ist offen. Die für den 3. Februar erwarteten Quartalszahlen werden zeigen, ob die ambitionierten Wachstumsprognosen realistisch sind – oder ob die Margenprobleme außer Kontrolle geraten. Der Markt wartet auf Klarheit.
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