Super Micro Computer hat am Dienstag Zahlen vorgelegt, die auf den ersten Blick beeindrucken: Der Umsatz im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 kletterte um rund 120 Prozent auf 12,68 Milliarden US-Dollar. Das Management hob daraufhin die Jahresprognose auf mindestens 40 Milliarden Dollar an. Doch die Börse reagiert nervös – denn hinter dem Wachstum verbirgt sich ein fundamentales Problem.
Margen unter Druck
Die bereinigte Bruttomarge sackte im Berichtsquartal auf 6,4 Prozent ab. Im Vorjahresquartal lag sie noch bei 11,9 Prozent. Die Produktion komplexer KI-Serversysteme verschlingt offenbar deutlich mehr Geld als erwartet: Beschleunigte Lieferungen und gestiegene Komponentenkosten belasten die Rentabilität massiv.
Hinzu kommt eine beunruhigende Abhängigkeit: Ein einziger Kunde steuerte im zweiten Quartal etwa 63 Prozent des Gesamtumsatzes bei. Diese extreme Konzentration wirft Fragen zur Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells auf – und erklärt die Skepsis vieler Investoren.
Analysten gespalten
Die Einschätzungen der Finanzexperten gehen weit auseinander. Wedbush behält das Rating „Neutral“ bei mit einem Kursziel von 42 Dollar. Die Analysten würdigen zwar, dass das Unternehmen die Margenerwartungen erfüllt habe, bleiben aber skeptisch zur langfristigen Stabilität.
Needham zeigt sich optimistischer und bekräftigt „Buy“ – allerdings bei einem reduzierten Kursziel von 40 Dollar. Begründung: Die starke Nachfrage nach KI-Infrastruktur und die angehobene Umsatzprognose wiegen schwerer als die Margenerosion.
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Goldman Sachs hingegen hält an „Sell“ fest und sieht nur 27 Dollar als fairen Wert. Die Investmentbank verweist auf die einstelligen Bruttomargen und den zunehmenden Wettbewerbsdruck im Markt für KI-Hardware.
Branchenkontext belastet
Die Schwankungen bei Super Micro Computer fügen sich in ein schwieriges Gesamtbild ein. Zwar bleibt die Nachfrage nach KI-Hardware robust, doch Engpässe bei High-Bandwidth-Memory (HBM) belasten weltweit die Lieferketten. Parallel dazu hat eine breitere Tech-Korrektur Software- und Hardware-Aktien gleichermaßen erfasst.
Entscheidend wird, ob das Unternehmen in der zweiten Jahreshälfte seine Marge verbessern kann – und wie schnell sich die Kundenstruktur diversifiziert. Die nächsten Quartalszahlen dürften zeigen, ob der aktuelle Margendruck vorübergehend ist oder struktureller Natur.
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