Super Micro: Musk dementiert Foxconn-Milliardenauftrag

Elon Musk stellt Milliardenauftrag an Foxconn richtig. Super Micro Aktie erholt sich, bleibt aber charttechnisch angeschlagen.

Redaktion Stock-World ·
Abstrakte Darstellung eines modernen Rechenzentrums mit Serverracks in gedimmtem, blau-orangenem Licht. (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Musk widerspricht Foxconn-Bericht
  • Aktie legt um 4,39 Prozent zu
  • Kurs bleibt unter 50-Tage-Linie
  • Hohe Volatilität erwartet

Ein Tweet von Elon Musk reicht manchmal, um eine ganze Aktie zu bewegen. Super Micro Computer legte am Dienstag um 4,39 Prozent zu und schloss bei 24,88 US-Dollar. Auslöser war ein öffentliches Dementi des SpaceX-Chefs zu angeblichen Milliardenaufträgen an einen Konkurrenten.

Musk nennt Foxconn-Bericht „Fake News“

Zuvor hatte die taiwanesische Wirtschaftszeitung Economic Daily für Unruhe gesorgt. Sie berichtete, SpaceX habe bei Foxconn Server im Wert von 52 Milliarden US-Dollar bestellt. Die Rede war von mehr als 13.000 KI-Server-Racks mit Nvidia-Chips.

Das Problem für Super Micro: Bislang liefert das Unternehmen zusammen mit Dell Technologies die Server-Infrastruktur für Musks Projekte, darunter SpaceX und xAI. Ein Wechsel zu Foxconn hätte einen empfindlichen Markanteilsverlust im margenstarken Segment für Hochleistungs-KI-Server bedeutet. Musk widersprach den Berichten auf der Plattform X und bezeichnete sie als „Fake News“.

Analysten werten die Klarstellung als Erleichterung für den Markt. Ein Auftrag dieser Größenordnung an einen Wettbewerber hätte das Vertrauen in Super Micros Kundenbasis nachhaltig belastet.

Chipsektor erholt sich, Aktie bleibt angeschlagen

Die Erholung fällt zudem in eine Phase, in der Anleger wieder verstärkt in KI-Infrastrukturwerte investieren. Nach einem deutlichen Rückgang im Juli 2026 rotiert Kapital zurück in den Halbleitersektor. Der Markt bereitet sich zugleich auf anstehende Quartalszahlen großer Technologiekonzerne vor, die Aufschluss über das Tempo der KI-Investitionen geben sollen.

Trotz des Tagesgewinns bleibt die charttechnische Lage angespannt. Super Micro notiert weiterhin fast 24 Prozent unter dem gleitenden 50-Tage-Durchschnitt von 32,70 US-Dollar. Auf Jahressicht steht ein Kursrückgang von mehr als 50 Prozent zu Buche — ein Ausdruck der breiten Neubewertung von KI-Hardware und Lieferkettenrisiken, die die Branche seit Monaten begleitet.

Bewertungslücke trotz operativer Risiken

Finanzanalyseplattformen wie GuruFocus taxieren den fairen Wert der Aktie auf rund 88,97 US-Dollar. Das liegt deutlich über dem aktuellen Kurs und deutet auf eine erhebliche Sicherheitsmarge hin. Diese Bewertungslücke bleibt allerdings mit operativen Fragezeichen verknüpft.

Handelsregulierer untersuchen derzeit bestimmte Speicherprodukte, die in Super Micros Systemen verbaut sind. Das Unternehmen weist zudem einen unbefristeten Auftragsbestand von schätzungsweise 39 Milliarden US-Dollar aus. Diese Bestellungen sind jedoch nicht bindend und können storniert oder verschoben werden.

Der Relative-Stärke-Index über 14 Tage liegt bei 37,8 — die Aktie erholt sich damit aus einem nahezu überverkauften Bereich. Bei einer annualisierten 30-Tage-Volatilität von 86,37 Prozent dürften die Kursschwankungen anhalten, solange keine Klarheit über die globalen KI-Investitionspläne der großen Tech-Konzerne besteht. Entscheidend wird sein, ob Super Micro den offenen Auftragsbestand tatsächlich in verbindliche Verträge und positive Cashflows umwandeln kann.

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KGV —
KUV 14,66
Sektor —
Div.-Rendite —
Marktkapitalisierung 28,10 Mrd. USD
Ø Kursziel 42,27 USD
ISIN: US86800U1043 WKN: A0MKJF

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