Symrise Aktie: Stützkäufe zeigen Wirkung
Der Aromenhersteller Symrise stützt seinen Aktienkurs durch umfangreiche Aktienrückkäufe. Analysten zeigen sich vor den anstehenden Quartalszahlen jedoch gespalten in ihrer Einschätzung.

Kurz zusammengefasst
- Unternehmen kauft über 1,3 Millionen eigene Aktien zurück
- Analystenmeinungen reichen von Equal Weight bis Overweight
- Dividende von 1,25 Euro je Aktie geplant
- Quartalszahlen geben nächste Kursrichtung vor
Der Aromenhersteller aus Holzminden stützt den eigenen Börsenkurs derzeit durch kontinuierliche Aktienrückkäufe. Diese Maßnahme liefert dem Wertpapier einen willkommenen Rückhalt. Unter Branchenexperten wächst im Vorfeld der bald anstehenden Ergebnisse für das erste Quartal nämlich die Skepsis.
Rückkaufprogramm stabilisiert den Kurs
Allein in der vergangenen Woche erwarb das Unternehmen über 150.000 eigene Anteile. Seit dem Start des Programms Anfang Februar summiert sich das Volumen auf mehr als 1,3 Millionen Papiere. Diese stetige Nachfrage macht sich bemerkbar. Mit einem gestrigen Schlusskurs von 74,06 Euro verbuchte das Papier auf Wochensicht ein Plus von 5,77 Prozent. Durch diesen Anstieg hat der Titel auch die 50-Tage-Linie bei 73,11 Euro wieder knapp hinter sich gelassen.
Die stützenden Käufe treffen auf ein geteiltes Echo der Analystengemeinde. Zwei aktuelle Einschätzungen verdeutlichen die unterschiedlichen Erwartungen an das laufende Geschäft:
- Barclays: Einstufung auf „Equal Weight“ mit einem Kursziel von 81 Euro. Analyst Alex Sloane rechnet mit inflationsbedingtem Kostendruck und einem schwachen organischen Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich.
- JPMorgan: Einstufung auf „Overweight“ mit einem Kursziel von 100 Euro. Analyst Edward Hockin erwartet für das Auftaktquartal einen leichten Umsatzrückgang von 1,6 Prozent, kalkuliert aber mit späteren Verbesserungen bei Absatzvolumen und Preisen.
Dividende und Personalien im Blick
Neben den operativen Zahlen rückt die Hauptversammlung am 6. Mai in den Vordergrund. Aktionäre sollen eine Dividende von 1,25 Euro je Anteilsschein erhalten. Das entspricht einer Gesamtausschüttung von knapp 174 Millionen Euro. Gleichzeitig steht eine personelle Veränderung an: Eva Kienle, derzeit CFO der Ramboll Group, soll Bernd Hirsch im Aufsichtsrat ablösen.
Die geplante Dividendenauszahlung erfolgt am 11. Mai. Kurzfristig geben jedoch die anstehenden Quartalszahlen die charttechnische Richtung vor. Bestätigt sich das von Barclays befürchtete schwache organische Wachstum, dürfte die aktuelle Erholung schnell auf den Prüfstand geraten.
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