Synopsys sortiert sein Portfolio neu – und Anleger versuchen gerade, aus den jüngsten Kursschwankungen ein klares Bild zu formen. Im Kern geht es um eine strategische Fokussierung: weniger „breit“, dafür mehr Konzentration auf margenstarke Kernbereiche. Doch wie schnell zahlt sich dieser Umbau in den Zahlen aus?
Verkauf an GlobalFoundries: Fokus statt Bauchladen
Der wichtigste Schritt für den mittelfristigen Kurs ist die Vereinbarung vom 14. Januar 2026: Synopsys will sein Geschäft Processor IP Solutions an GlobalFoundries verkaufen. Der Abschluss wird in der zweiten Hälfte 2026 erwartet. Mit dem Deal wechseln auch die ARC-Processor-IP-Linien sowie zugehörige Engineering-Teams den Besitzer.
Die Botschaft dahinter ist klar: Synopsys trennt sich von Processor-IP-Assets und bündelt Ressourcen stärker in Interface- und Foundation-IP sowie im Kerngeschäft EDA (Electronic Design Automation). Das ist nicht nur „Aufräumen“, sondern eine Priorisierung in Richtung der Bereiche, die am stärksten vom Trend zu KI-getriebenem Chipdesign und High-Performance-Computing profitieren.
Passend dazu hatte das Unternehmen seine Position erst im Dezember 2025 mit einer strategischen Partnerschaft über 2,0 Mrd. US-Dollar mit NVIDIA untermauert. Der Portfolio-Umbau wirkt damit wie ein Baustein, um genau dort mehr Schlagkraft zu entwickeln, wo die Nachfrage gerade am dynamischsten ist.
Quartalszahlen am 25. Februar: Der nächste Prüfstein
Nachdem die strategische Richtung abgesteckt ist, rückt nun der nächste kurzfristige Kurstreiber in den Vordergrund: die Zahlen für das 1. Quartal des Geschäftsjahres 2026 am Mittwoch, 25. Februar 2026.
Worauf der Markt dabei besonders schaut:
- Erwartungen an den Gewinn: Analysten kalkulieren beim EPS eine Spanne von 3,11 bis 3,56 US-Dollar.
- Vergleich zur letzten Vorlage: Im Q4 GJ 2025 (veröffentlicht am 10. Dezember 2025) lag das EPS bei 2,90 US-Dollar und damit über den Schätzungen.
- Auswirkungen des Verkaufs: Entscheidend werden Einordnungen, wie der geplante GlobalFoundries-Deal kurzfristig Umsatzmodell und Ausblick beeinflussen könnte.
Stimmung am Markt: Schwankungen bleiben das Grundrauschen
Die jüngste Kursbewegung zeigt ein typisches Spannungsfeld: Branchenschwankungen auf der einen Seite, unternehmensspezifische Story auf der anderen. Trotz der Erholung zuletzt liegt die Aktie auf 7-Tage-Sicht mit -8,37% im Minus – ein Hinweis, dass der Markt weiterhin nervös auf Impulse reagiert.
Gleichzeitig bleibt die Aktionärsstruktur ein Stabilitätsfaktor: Der institutionelle Anteil liegt laut Bericht bei rund 80%. Das spricht zumindest dafür, dass viele langfristige Investoren engagiert bleiben, auch wenn es kurzfristig ruckelt.
Zum nächsten Etappenziel bis Ende Februar gehören damit vor allem drei Themen: Regulierungs-Updates zum GlobalFoundries-Deal, Signale aus dem EDA-/Halbleiterumfeld zur KI-Chip-Nachfrage und mögliche Anpassungen des Jahresausblicks im Earnings-Call am 25. Februar.
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