Take-Two Aktie: Gewinnsprung verpufft

Take-Two übertrifft die Erwartungen im Quartal, doch Investoren reagieren enttäuscht auf hohe Ausgaben für GTA VI und einen vorsichtigen Ausblick. Die Aktie notiert nahe ihrem Jahrestief.

Andreas Sommer ·
Take-Two Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Überraschend starker Gewinnsprung im Quartal
  • Hohe Entwicklungskosten für GTA VI belasten
  • Direktvertrieb steigert die Gewinnmargen deutlich
  • Aktienkurs fällt trotz angehobener Jahresprognose

Der Videospielkonzern Take-Two lieferte im dritten Quartal überraschend starke Zahlen und hob sogar die Jahresprognose an. Trotz eines deutlichen Gewinnsprungs und florierender In-Game-Käufe reagierten Anleger enttäuscht und schickten die Papiere auf Talfahrt. Ein Blick hinter die Kulissen zeigt, warum steigende Entwicklungskosten die aktuelle Erfolgsgeschichte überschatten.

Rekordumsätze treffen auf Skepsis

Die operativen Geschäfte laufen auf Hochtouren. Im abgelaufenen Jahresviertel kletterten die Nettobuchungen um 28 Prozent auf 1,76 Milliarden US-Dollar. Auch beim Gewinn je Aktie übertraf das Unternehmen mit 1,23 US-Dollar die Analystenschätzungen von 0,83 US-Dollar bei Weitem. Dennoch notiert das Papier nach dem jüngsten Kursrutsch mit aktuell 173,80 Euro in der Nähe seines 52-Wochen-Tiefs, was einem Minus von rund 19 Prozent seit Jahresbeginn entspricht. Verantwortlich für diese Diskrepanz ist ein Mix aus hohen Ausgaben und einem vorsichtigen Ausblick auf das Schlussquartal.

Margen-Boost durch Direktvertrieb

Ein zentraler Treiber des Wachstums sind die wiederkehrenden Konsumausgaben der Spieler. In-Game-Käufe und Abonnements machen mittlerweile 76 Prozent der gesamten Nettobuchungen aus. Dabei greift eine lukrative Strategie. Der Konzern verkauft virtuelle Währungen für seine Mobile-Games zunehmend über eigene Web-Stores. Durch diesen Direktvertrieb umgeht Take-Two die hohen Gebühren von App-Store-Betreibern wie Apple oder Google, die oft bei bis zu 30 Prozent liegen. Diese Einsparungen fließen direkt in die Gewinnmarge und werten das wachsende Mobile-Portfolio deutlich auf.

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Entwicklungskosten belasten die Bilanz

Trotz der angehobenen Jahresprognose auf bis zu 6,7 Milliarden US-Dollar bei den Nettobuchungen trüben steigende Kosten das Bild. Die operativen Ausgaben kletterten im Jahresvergleich um zehn Prozent auf 984 Millionen US-Dollar. Das Management investiert derzeit massiv in Forschung, Entwicklung und Marketing. Im Zentrum dieser Ausgaben steht der für den 19. November geplante Release von Grand Theft Auto VI. Dieser Blockbuster soll die finanzielle Basis des Unternehmens langfristig auf ein neues Niveau heben, fordert aber kurzfristig seinen Tribut bei der Profitabilität.

Am 14. Mai 2026 wird das Management die nächsten Quartalszahlen präsentieren. An diesem Termin steht die erste offizielle Prognose für das Geschäftsjahr 2027 an, in dem der neue GTA-Teil seine volle finanzielle Wirkung entfalten soll.

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Take-Two Aktie

173,20 EUR

– 3,40 EUR -1,93 %
KGV 0,00
Sektor Kommunikationsdienste
Div.-Rendite 0,00 %
Marktkapitalisierung 37,82 Mrd. EUR
ISIN: US8740541094 WKN: 914508

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