Take-Two steht wieder im Mittelpunkt der Gaming-Welt – nicht wegen neuer Rekorde, sondern wegen neuer Zweifel am Zeitplan für Grand Theft Auto VI. Ein Brancheninsider stellt den angepeilten November-Start infrage, während ein Analystenhaus die Aktie gleichzeitig zu seinem Top-Pick für 2026 kürt. Wie stark wiegen Terminrisiken, wenn die wohl wichtigste Spielemarke der Branche im Hintergrund wartet?
Zweifel am GTA-VI-Zeitplan
Auslöser der jüngsten Unruhe ist ein Bericht, der seit Mittwochabend intensiv diskutiert wird. Der renommierte Branchenjournalist Jason Schreier erklärte im Button Mash-Podcast, das aktuell gehandelte Veröffentlichungsdatum 19. November 2026 sei „nicht in Stein gemeißelt“.
Demnach sei dieser Termin für Rockstar Games zwar realistischer als frühere Zeitfenster, intern aber offenbar noch nicht endgültig fixiert. Schreier deutet an, dass der November-Termin eher als Platzhalter dienen könnte – und dass sich die Veröffentlichung bei anhaltenden Entwicklungsproblemen in das Jahr 2027 verschieben könnte.
Besonders brisant ist seine Einschätzung zur Bedeutung des Titels: Sinngemäß sagte Schreier, die Bewertung von Take-Two stehe und falle mit diesem Spiel. Er erwartet, dass der Publisher im Zweifel die Qualität klar über eine starre Frist stellen würde – selbst wenn das bedeuten sollte, das lukrative Weihnachtsgeschäft 2026 zu verpassen.
Parallel dazu bremst der Markt seine Erwartungen etwas ein. Nach den jüngsten Bewegungen liegt der Kurs mit rund 44 % im Zwölf-Monats-Vergleich zwar deutlich im Plus, notiert aber nur knapp unter dem 52‑Wochen-Hoch, was eine bereits sehr hohe Erwartungshaltung widerspiegelt.
Analyst sieht Top-Chance 2026
Ganz anders fällt der Ton bei Benchmark-Analyst Mike Hickey aus. Er bezeichnete Take-Two am Mittwoch als „Top Entertainment and Digital Media Idea for 2026“ und bekräftigte seine positive Einschätzung der Aktie.
Sein Kernargument: Die Umsatzkraft der Grand Theft Auto-Reihe bleibe aus Sicht des Hauses der stärkste Kurstreiber im gesamten Sektor – unabhängig von kurzfristigen Verschiebungen im Release-Kalender. Aus dieser Perspektive ist der genaue Monat der Veröffentlichung weniger entscheidend als die schiere Größenordnung des erwarteten Geschäfts, sobald GTA VI tatsächlich erscheint.
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Damit prallen zwei Sichtweisen aufeinander: Auf der einen Seite operative Risiken und ein womöglich wackliger Termin; auf der anderen Seite ein langfristiges, franchisegetriebenes Investment-Narrativ, das Terminverschiebungen eher als Randnotiz einordnet.
Warum der 2026er-Termin so entscheidend ist
Die neuen Signale treffen Take-Two in einer Phase, in der der 2026er-Zeitplan bereits mehrfach angepasst wurde. Ursprünglich war von einem Start im Jahr 2025 die Rede, später von einem Fenster um Mai 2026, nun steht offiziell November 2026 im Raum. Jede dieser Verschiebungen führte in der Vergangenheit zu kurzfristigen Kursrücksetzern, gefolgt von Erholungen, sobald sich die Erwartungen neu einpendelten.
Finanziell ist die Bedeutung klar umrissen: Die Prognosen für das Geschäftsjahr 2027 stützen sich stark auf einen GTA VI-Launch innerhalb dieses Zeitrahmens. Aktuell kommen etwa 80 % der Netto-Buchungen aus wiederkehrenden Ausgaben, insbesondere aus GTA Online und den jährlichen Ablegern der NBA 2K-Reihe. Diese Basis sorgt für Stabilität, doch im Kurs steckt zusätzlich ein deutlicher Aufschlag für den erwarteten Startzyklus von GTA VI.
Die nun diskutierte Möglichkeit einer Veröffentlichung erst im Kalenderjahr 2027 stellt genau diese Annahme infrage. Sollte sich der Start über das Geschäftsjahr 2027 hinaus verschieben, müsste der Markt die erwartete „Einnahmewelle“ zeitlich nach hinten verschieben – mit entsprechenden Folgen für die Bewertungsmodelle.
Nächster Fixpunkt: Quartalszahlen im Februar
Klarheit erhoffen sich Investoren nun von der nächsten offiziellen Unternehmensmeldung. Take-Two will seine Ergebnisse für das dritte Fiskalquartal 2026 am Dienstag, 3. Februar 2026, nach US-Börsenschluss vorlegen.
Auf der anschließenden Telefonkonferenz dürfte das Management detailliert zum Vertrauen in den 19. November als Veröffentlichungstermin befragt werden. Bis dahin bleibt die Aktie anfällig für weitere Spekulationen, auch wenn der Kurs bislang robust wirkt und wichtige Unterstützungszonen hält. Inhaltlich wird der Februar-Call ein Gradmesser dafür, ob die bisherigen Finanzpläne inklusive GTA VI bestätigt oder angepasst werden müssen – und damit auch, wie tragfähig das aktuelle Bewertungsniveau ist.
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