Take-Two Interactive steht vor seinem größten Produktlaunch seit Jahren – doch während die operativen Zahlen stimmen, sorgt eine milliardenschwere Umstrukturierung bei einem Großaktionär für Aufsehen. Der saudi-arabische Staatsfonds PIF hat seine gesamte Beteiligung im Wert von knapp 3 Milliarden Dollar an die Tochtergesellschaft Savvy Games Group übertragen. Was steckt hinter dem Schachzug?
Saudi-Arabiens Gaming-Strategie nimmt Gestalt an
Mitte Februar 2026 meldete der Public Investment Fund (PIF) die Übertragung seiner kompletten Take-Two-Position – rund 11 Millionen Aktien – an Savvy Games Group. Der PIF war bis dahin zweitgrößter Anteilseigner des Publishers. Entscheidend: Die Aktien wurden nicht verkauft, sondern intern verschoben.
Die Transaktion fügt sich in ein größeres Bild. Der PIF bündelt systematisch sämtliche Gaming-Investments unter dem Dach von Savvy Games Group. Bereits 2025 hatte der Fonds gemeinsam mit Partnern zugestimmt, Take-Two-Konkurrent Electronic Arts für 55 Milliarden Dollar zu übernehmen. Die Konsolidierung zeigt: Saudi-Arabien will im globalen Gaming-Markt eine zentrale Rolle spielen – und strukturiert seine Beteiligungen entsprechend.
Institutionelle Anleger positionieren sich unterschiedlich
Während der PIF umschichtet, gehen andere institutionelle Investoren getrennte Wege. TD Asset Management reduzierte seine Beteiligung im dritten Quartal 2025 um 5,6 Prozent und verkaufte knapp 26.500 Aktien. Auf der Gegenseite stockten NEOS Investment Management (+73,4 Prozent), Mufg Securities Americas (+24,6 Prozent) und Private Advisory Group (+27,9 Prozent) ihre Positionen deutlich auf.
Die gemischten Signale spiegeln die aktuelle Gemengelage wider: Starke Geschäftszahlen treffen auf eine Aktie, die seit Monaten unter Druck steht. Ende Januar löste Googles KI-Technologie „Project Genie“ einen Ausverkauf bei Gaming-Titeln aus. Zwar lieferte Take-Two Anfang Februar mit Quartalszahlen über den Erwartungen eine kurze Erholung, doch die Gewinne verpufften rasch.
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Starkes Q3, aber Kurs bleibt zurück
Die Zahlen zum dritten Geschäftsquartal 2026 waren durchaus solide: Nettobuchungen von 1,76 Milliarden Dollar – deutlich über der eigenen Prognose von 1,55 bis 1,6 Milliarden. Das Wachstum von 28 Prozent gegenüber dem Vorjahr wurde vor allem durch wiederkehrende Einnahmen getrieben, die 76 Prozent der Gesamtbuchungen ausmachten. NBA 2K26 verkaufte sich rund 8 Millionen Mal, GTA Online steigerte seine wiederkehrenden Umsätze um 27 Prozent.
Trotz angehobener Jahresprognose von 6,65 bis 6,7 Milliarden Dollar notiert die Aktie weit unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 264,79 Dollar. Mit 213,29 Dollar zum Handelsschluss am 26. Februar liegt der Kurs auch unter dem 50-Tage-Durchschnitt (230,96 Dollar) und dem 200-Tage-Durchschnitt (240,45 Dollar).
GTA VI als Joker im November
Der entscheidende Katalysator steht allerdings erst noch bevor: Am 19. November 2026 erscheint Grand Theft Auto VI. Rockstar Games will die Marketingkampagne im Sommer starten. Für Take-Two ist es der wichtigste Launch seit über einem Jahrzehnt – und die größte Hoffnung, die Aktie wieder auf Kurs zu bringen. Bis dahin dürfte die Stimmung der Anleger zwischen operativer Stärke und allgemeiner Vorsicht gegenüber Gaming-Aktien schwanken. Die nächsten Quartalszahlen werden Mitte Mai erwartet.
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