Take-Two Aktie: UBS setzt 330-Dollar-Ziel für GTA-VI-Zyklus
Take-Two Aktie steigt nach Leak zu GTA-VI-Vorbestellungen. Quartalszahlen am 21. Mai gelten als entscheidender Test für den Release-Zeitplan.

Kurz zusammengefasst
- Kursrally durch Händler-Leak
- Quartalsbericht als Gradmesser
- UBS stuft Take-Two als Top-Pick ein
- Fokus auf große Live-Service-Franchises
Ein durchgesickerter Händler-Newsletter hat Take-Two Interactive in den Fokus gerückt — und die Aktie innerhalb einer Woche um mehr als elf Prozent nach oben getrieben. Der Auslöser: ein Affiliate-Marketing-E-Mail von Best Buy, das ein physisches GTA-VI-Vorbestellungsfenster vom 18. bis 21. Mai andeutet.
Das Portal Insider Gaming bestätigte die Echtheit der E-Mail, nachdem zwei separate Affiliates das Dokument weitergeleitet hatten. Rockstar Games und Take-Two selbst haben bislang keine offizielle Vorbestellankündigung gemacht. Marktbeobachter weisen darauf hin, dass die E-Mail auch Platzhalterinformationen oder einen internen Kampagnenentwurf darstellen könnte, der nicht für die Öffentlichkeit bestimmt war.
Quartalsbericht als entscheidender Gradmesser
Der Kursanstieg fällt in eine ohnehin aufgeladene Woche. Am 21. Mai — dem letzten Tag des angeblichen Vorbestellfensters — präsentiert Take-Two seine Ergebnisse für das vierte Geschäftsquartal nach Börsenschluss. Wedbush-Analysten bezeichnen den Earnings Call als zentralen „Go/No-Go“-Moment für GTA VI, bekräftigen ihr „Outperform“-Rating und ein Kursziel von 300 Dollar. Die Bank erwartet ein weitgehend erwartungskonformes Zahlenwerk, schreibt aber: „Was zählt, ist der Call selbst — dann werden Investoren wissen, ob GTA VI noch auf Kurs für den 19. November 2026 liegt.“
Der Optionsmarkt preist für den Berichtstag eine Kursbewegung von rund 9,4 Prozent ein. Das ist kein kleines Signal für eine Aktie, die seit Jahresbeginn noch knapp drei Prozent im Minus liegt, zuletzt aber deutlich Fahrt aufgenommen hat: Mit einem Schlusskurs von 208,60 Euro notiert das Papier rund 15 Prozent über seinem 50-Tage-Durchschnitt.
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UBS setzt auf GTA-VI-Zyklus
Institutionelle Rückendeckung kommt von UBS. Die Bank hat Take-Two zum Top-Pick im US-Gaming-Sektor erklärt, mit einem Kursziel von 330 Dollar — was vom aktuellen Niveau aus einem Aufwärtspotenzial von rund 35 Prozent entspräche. UBS argumentiert, die Sorgen über KI-getriebene Konkurrenz um die Aufmerksamkeit der Nutzer seien im Fall von Take-Two übertrieben. Das Fundament der These: der bevorstehende GTA-VI-Releasezyklus und die erwartete Erstjahresguidance für das Geschäftsjahr 2027. Benchmark und DA Davidson halten ebenfalls an „Buy“-Ratings mit je 300 Dollar Kursziel fest, wobei DA Davidson starkes Spielerengagement bei NBA 2K26 als positives Zeichen wertet.
Parallel dazu strukturiert Take-Two sein Portfolio um: Das Indie-Label Private Division wird abgewickelt. Das Unternehmen konzentriert sich erkennbar auf große, live-service-orientierte Franchises — mit GTA VI als Zugpferd.
Was der 21. Mai bringen muss
CEO Strauss Zelnick hat wiederholt angekündigt, das Marketing für GTA VI werde im Sommer 2026 deutlich an Intensität gewinnen. Das angebliche Vorbestellfenster würde genau in diesen Zeitplan passen. Am 27. Mai folgt ein Fireside Chat Zelnicks auf der TD-Cowen-Technologiekonferenz — dort dürften Fragen zur Monetarisierung nach dem Launch und zur strategischen Neuausrichtung weg von kleineren Labels im Mittelpunkt stehen. Der Markt hat seine Erwartungen bereits eingepreist; der Earnings Call am 21. Mai wird zeigen, ob das Fundament trägt.
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