Take-Two: Bis zu 37 Millionen GTA-VI-Verkäufe
Take-Two erwartet für 2027 ein Umsatzplus von 20 Prozent. Der GTA-6-Start am 19. November soll die Wachstumsstory untermauern.

Kurz zusammengefasst
- Quartalszahlen am 7. August
- GTA-6-Start für November geplant
- Umsatzprognose: 20 Prozent Wachstum
- Aktie bleibt unter Jahreshoch
Take-Two Interactive steuert auf einen entscheidenden Termin zu: Am Freitag, den 7. August, legt der Publisher seine Quartalszahlen vor. Im Mittelpunkt des Interesses steht dabei weniger die Vergangenheit als die Zukunft – konkret der Starttermin von Grand Theft Auto VI am 19. November. Rockstar-Games-Mutter Take-Two hat sich mit dem Datum bereits im Sommer öffentlich festgelegt, bestätigt durch CEO Strauss Zelnick.
Prognose von 20 Prozent Umsatzwachstum
Für das Geschäftsjahr 2027 stellt Take-Two einen Umsatz von 8 bis 8,2 Milliarden US-Dollar in Aussicht, ein Plus von rund 20 Prozent. Das abgelaufene Geschäftsjahr 2026 schloss das Unternehmen dagegen mit einem Nettoverlust von 298,2 Millionen US-Dollar ab, umgerechnet 1,62 US-Dollar je Aktie. Für das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres nannte Take-Two eine Spanne von 1,32 bis 1,37 Milliarden US-Dollar bei den Net Bookings – jener Kennzahl, an der Analysten die Buchungsdynamik des Portfolios ablesen. Neben GTA VI dürfte auch der für September angekündigte Basketball-Titel NBA 2K27 zu den Umsatztreibern des zweiten Halbjahres zählen.
Die Erwartungshaltung am Markt ist entsprechend hoch. Vorbestellungen für GTA VI erreichten in der ersten Woche nach Verkaufsstart am 25. Juni laut Medienberichten ein Volumen von rund 260 Millionen US-Dollar. Weitergehende Behauptungen, wonach bereits eine Milliarde US-Dollar an Vorbestellungen zusammengekommen sei, gelten bislang als unbestätigt. Für die Startwoche selbst kursieren Schätzungen von bis zu 37 Millionen verkauften Einheiten.
Kein offizielles Budget – nur Zelnicks Ausweichmanöver
Vielfach kursiert derzeit die Zahl von 1,5 Milliarden US-Dollar als angebliches Produktions- und Marketingbudget für GTA VI. Take-Two selbst hat diesen Betrag jedoch nie offiziell bestätigt – er stammt aus externen Analystenschätzungen. CEO Strauss Zelnick wollte sich auf eine konkrete Summe bislang nicht festlegen und beschrieb die Produktion lediglich als „teuer“. Anleger sollten die kursierende Milliardensumme deshalb als Marktschätzung einordnen, nicht als bestätigte Unternehmensangabe. Unstrittig ist dagegen die langfristige Entwicklung unter Zelnicks Führung seit 2011: Der Nettoumsatz des Unternehmens hat sich in diesem Zeitraum verfünffacht, der Aktienkurs vervielfacht.
Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte zuletzt ein Insider namens NateTheHate, der für August ein größeres Update zu GTA VI in Aussicht stellte. Befeuert wurde die Gerüchteküche zudem durch einen Instagram-Post des FC-Barcelona-Stars Lamine Yamal, den der Rockstar-Games-Account mit einem Like versah – eine offizielle Marketingpartnerschaft bestätigte das Studio jedoch nicht.
Aktie unter dem Jahreshoch
An der Börse spiegelt sich die Gemengelage aus hohen Erwartungen und offenen Fragen in einer volatilen Kursentwicklung wider. Zum Handelsschluss am Freitag notierte die Aktie bei 210,40 Euro, ein Rückgang von 1,96 Prozent auf Tagesbasis. Damit liegt das Papier weiterhin rund 9 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 231,40 Euro, das im Juli markiert wurde. Auf Sicht von zwölf Monaten steht dennoch ein Plus von 7,72 Prozent zu Buche – ein Hinweis darauf, dass der Markt die langfristige Wachstumsstory trotz kurzfristiger Schwankungen nicht infrage stellt. Die kommenden Quartalszahlen am Donnerstag dürften zeigen, wie belastbar diese Zuversicht angesichts der bevorstehenden Kosten für den größten Spiele-Launch des Jahrzehnts tatsächlich ist.
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