Take-Two: CEO Zelnick verkauft 52.000 Aktien
Take-Two Interactive verzeichnet starke Quartalszahlen, doch CEO Strauss Zelnick verkaufte Aktien im Wert von über 12 Millionen Dollar. Analysten bleiben dennoch zuversichtlich.

Kurz zusammengefasst
- Sechzehn von neunzehn Analysten empfehlen Kauf
- CEO Zelnick verkaufte Aktien für 12,8 Millionen Dollar
- Net Bookings im Q3 deutlich über Prognose
- Nächster Quartalsbericht am 14. Mai 2026
Starke Quartalszahlen, optimistische Analysten — und ein CEO, der Millionen aus dem Unternehmen zieht. Bei Take-Two Interactive klaffen Außendarstellung und Insiderverhalten auffällig auseinander.
Analysten halten an Kaufempfehlung fest
Neunzehn Analysten beobachten die Aktie derzeit. Sechzehn empfehlen den Kauf, einer stuft sie als starken Kauf ein. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 284 Dollar. Wells Fargo senkte seinen Zielwert leicht auf 293 Dollar, hält aber an der Übergewichten-Einstufung fest.
Das klingt nach breitem Rückenwind. Die Kursentwicklung erzählt eine andere Geschichte: Seit Jahresbeginn hat die Aktie rund 13 Prozent verloren. Aktuell notiert sie bei 187 Euro — knapp 17 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch.
CEO Zelnick verkauft für über zwölf Millionen Dollar
Während Analysten optimistisch bleiben, haben Insider in den vergangenen 90 Tagen Aktien im Wert von rund 14 Millionen Dollar verkauft. Käufe gab es keine einzigen.
CEO Strauss Zelnick war dabei der aktivste Verkäufer. Anfang März trennte er sich in zwei Transaktionen von rund 60.000 Aktien — für zusammen über 12,8 Millionen Dollar. Sein direkter Anteil sank damit um knapp 4,5 Prozent. Insgesamt halten Insider noch 1,34 Prozent aller ausstehenden Aktien.
Die Verkäufe erfolgten während eines Kursrückgangs von rund 20 Prozent im gleichen Zeitraum. Ob das Timing Zufall ist oder Kalkül, lässt sich von außen nicht beurteilen.
Starkes Q3, aber Verlust geplant
Das operative Bild ist gemischt. Im dritten Quartal erzielte Take-Two Net Bookings von 1,76 Milliarden Dollar — deutlich über der eigenen Prognose von 1,55 bis 1,60 Milliarden. Das Wachstum gegenüber dem Vorjahr betrug 25 Prozent. Das Management hob daraufhin die Jahreszielspanne auf 6,65 bis 7,00 Milliarden Dollar an.
Allerdings plant das Unternehmen für das Gesamtjahr einen Nettoverlust von bis zu 369 Millionen Dollar. Das ist kein Ausrutscher, sondern Teil einer Investitionsphase mit hohen Entwicklungskosten.
Quartalsbericht am 14. Mai als nächster Prüfstein
Am 14. Mai 2026 legt Take-Two nach Börsenschluss die Q4-Zahlen vor. Analysten erwarten einen Gewinn je Aktie von 0,58 Dollar — ein deutlicher Rückgang gegenüber dem Vorjahresquartal. Der Umsatzkonsens liegt bei rund 1,55 Milliarden Dollar.
Spannend wird der Termin auch wegen des strategischen Ausblicks: Präsident Karl Slatoff hat angekündigt, die Produktpipeline für die Geschäftsjahre 2027 bis 2029 vorzustellen. Titel wie WWE 2K26, Borderlands 4 und Mafia: The Old Country stehen in den Startlöchern. Wie überzeugend dieser Ausblick ausfällt, dürfte die Kursreaktion am 15. Mai maßgeblich prägen.
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