Take-Two Interactive Aktie: GTA VI reicht nicht!
Take-Two verliert seit Jahresbeginn 17 Prozent; der neue Microsoft-Vertrag regelt Xbox-Produkte, bestätigt aber keine Unterstützung künftiger Konsolen.

Kurz zusammengefasst
- Aktie seit Jahresbeginn 17 Prozent schwächer
- Marktwert seit GTA-VI-Präsentation gesunken
- Microsoft-Abkommen regelt Xbox-Produkte und Vertrieb
- Künftige Konsolenunterstützung bleibt unbestätigt
Die jüngste Präsentation zum kommenden Blockbuster Grand Theft Auto VI brachte Take-Two Interactive an den Finanzmärkten keine nachhaltige Entlastung. Medienberichten vom 27. September zufolge verlor der US-Konzern seit der erweiterten Vorstellung des Titels fast 6 Milliarden $ an Marktwert. Auch die offizielle Ankündigung einer Sammleredition konnte den anhaltenden Kursrückgang nicht stoppen.
Anhaltender Verkaufsdruck an den Börsen
Am Freitag beendete das Papier den Handel bei 180,20 €. Seit Jahresanfang verzeichnet die Aktie damit ein Minus von 17 %. Die Marktkapitalisierung des Publishers beläuft sich umgerechnet auf 33,81 Milliarden €.
Die spürbare Zurückhaltung der Investoren verdeutlicht die enormen Erwartungen an den künftigen Verkaufserfolg des Großprojekts. Nach den ersten Reaktionen richtet sich das Augenmerk der Marktteilnehmer verstärkt auf die Rentabilität sowie die langfristigen Einnahmen der anstehenden Spielegeneration.
Neue Vereinbarungen für Konsolenvertrieb
Vor dem Hintergrund dieser Marktbewegung stellte Take-Two die Weichen im Vertrieb neu. Die US-Börsenaufsicht SEC klassifiziert den Vertrag als wesentliche endgültige Vereinbarung.
Aus den eingereichten Pflichtunterlagen geht hervor, dass das neue Abkommen die Entwicklung, Veröffentlichung, Herstellung sowie das Marketing und den Vertrieb von Xbox-kompatiblen Produkten regelt. Für digital verkaufte Produkte erhält Take-Two von Microsoft den jeweiligen Großhandelspreis oder eine vorab vereinbarte Umsatzbeteiligung.
Im Gegenzug entrichtet der Publisher festgelegte Gebühren sowie Lizenzabgaben für die Fertigung physischer Datenträger. Microsoft sichert sich zudem umfassende Zustimmungsrechte für grundlegende Spielkonzepte, fertige Softwareversionen sowie spezifische Verpackungen und Werbemaßnahmen.
Unbestätigte Berichte über neue Plattformen
Die vertragliche Formulierung über alle Xbox-Geräte löste in Branchenmedien Spekulationen über künftige Konsolengenerationen aus. Berichte brachten den Vertrag mit Microsofts künftiger Hardware unter dem Codenamen Project Helix in Verbindung.
Die offiziellen Einreichungen stützen diese Annahmen bisher nicht. Weder Take-Two noch Microsoft erwähnen in den Dokumenten eine konkrete Unterstützung künftiger Hardware-Generationen. Auch verlässliche Angaben zu möglichen Veröffentlichungszeiträumen, technischen Spezifikationen oder kompatiblen Spieletiteln des Publishers finden sich in der Pflichtmitteilung nicht.
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