Bernstein schickt die TeamViewer-Aktie auf Talfahrt. Die Investmentbank senkt das Kursziel drastisch von 11 auf 7,60 Euro – der Grund: Künstliche Intelligenz könnte das Geschäftsmodell des Göppinger Softwareanbieters fundamental gefährden. Die Gewinnprognosen für 2026-27 wurden um durchschnittlich 11 Prozent gekappt.
KI repliziert Kernfunktionen
Analyst Richard Nguyen stuft TeamViewer als „AI Transformer“ ein – ein Unternehmen, dessen Kernwertschöpfung durch KI teilweise ersetzbar ist. Das Problem: KI-Agenten und LLM-gestützte Support-Tools können zunehmend die Funktionen replizieren, die auf TeamViewers Remote-Konnektivität aufbauen. Die Notwendigkeit für Konnektivitätslösungen verschwindet zwar nicht, doch die Wettbewerbsintensität steigt massiv.
Besonders kritisch bewertet Bernstein die moderate Kundenbindung im KMU-Segment, das rund 70 Prozent der Konzernumsätze ausmacht. Die Wechselkosten für kleine und mittelständische Unternehmen sind gering – eine gefährliche Kombination in Zeiten disruptiver Technologien.
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Ernüchternde Wachstumsprognose
TeamViewer selbst rechnet für 2026 lediglich mit einem Umsatzwachstum zwischen 0 und 3 Prozent bei konstanten Währungen. Das erste Quartal dürfte schwach ausfallen – die jährlich wiederkehrenden Umsätze (ARR) sollen nur um 2 Prozent zulegen. Sowohl im Enterprise- als auch im KMU-Segment lastet der Druck.
Immerhin: Die Profitabilität bleibt stabil. Für 2026 peilt das Unternehmen eine bereinigte EBITDA-Marge von rund 43 Prozent an.
Hohes Automatisierungsrisiko
In Bernsteins KI-Risiko-Framework erhält TeamViewer einen Automatisierbarkeits-Score von 7,0 (hoch) bei gleichzeitig nur 6,9 Punkten für die Verteidigungsfähigkeit (mittel bis niedrig). Diese Kombination signalisiert erhebliche Transformationsrisiken. CEO Oliver Steil zeigt sich zwar zuversichtlich, mittelfristig zu mittleren bis hohen einstelligen Wachstumsraten zurückzukehren – doch ob die Transformation zum „AI-first“-Unternehmen schnell genug gelingt, ist offen.
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