TeamViewer liefert für 2025 ordentliche Profitabilität – doch der Blick nach vorn bremst die Fantasie. Denn das Management stellt für 2026 nur noch ein sehr überschaubares Umsatzwachstum in Aussicht. Wie viel Rückenwind kann da aus dem stärkeren Enterprise-Geschäft kommen?
2025 solide – Marge bleibt hoch
Am Dienstagabend legte TeamViewer vorläufige Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 vor. Währungsbereinigt stieg der Umsatz um 5% auf 767,5 Mio. Euro. Das bereinigte EBITDA legte um 8% auf 340,3 Mio. Euro zu, die Marge lag bei 44,3%.
Unterm Strich: Die Ertragskraft wirkt stabil. Genau deshalb richtet sich der Markt jetzt vor allem auf den Ausblick – und der fällt verhaltener aus als viele erwartet hatten.
2026-Prognose dämpft Erwartungen
Für 2026 peilt TeamViewer nur noch ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 0 bis 3% an. Gleichzeitig soll die bereinigte EBITDA-Marge bei rund 43% liegen – also etwas niedriger als 2025. Zusätzlich rechnet das Unternehmen damit, dass Währungseffekte den Umsatz 2026 um etwa 2,8% belasten.
Auch operativ zeigt sich ein gemischtes Bild: Während das Enterprise-Geschäft im vierten Quartal 2025 beim jährlich wiederkehrenden Umsatz (ARR) währungsbereinigt um 19% zulegte, blieb das Massengeschäft schwächer. Der SMB-ARR (kleine und mittlere Unternehmen) ging währungsbereinigt um 1% zurück.
Ein weiterer Punkt für den Bewertungsrahmen: Die Nettoverschuldung lag zum Jahresende beim 2,6-Fachen des bereinigten EBITDA.
Kursziele sinken – Aktie bleibt unter Druck
Am Mittwoch reagierten auch Analysten eher zurückhaltend. Die Deutsche Bank bestätigte zwar „Neutral“, senkte aber das Kursziel von 7,50 auf 6,50 Euro. Barclays reduzierte das Kursziel von 8,50 auf 7,00 Euro und blieb bei „Overweight“.
An der Börse spiegelt sich die Skepsis in der langfristigen Kursentwicklung wider: Mit 5,53 Euro notiert die Aktie heute nahe ihrem 52-Wochen-Tief (5,39 Euro) und klar unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 7,75 Euro. Auffällig ist zudem der niedrige RSI von 27,6, der die zuletzt schwache Dynamik unterstreicht.
Wichtige Fakten (Stand: heute, 11.02.2026)
– Vorläufiger Umsatz 2025: 767,5 Mio. € (+5% währungsbereinigt)
– Bereinigtes EBITDA 2025: 340,3 Mio. € (Marge: 44,3%)
– Prognose 2026: 0–3% währungsbereinigtes Umsatzwachstum, EBITDA-Marge ~43%
– Q4-Trend: Enterprise-ARR +19% (währungsbereinigt), SMB-ARR -1% (währungsbereinigt)
– Kurs: 5,53 € (12 Monate: -53,12%), Abstand zum 52-Wochen-Hoch: -58,79%
Damit ist die Richtung klar: 2025 liefert TeamViewer solide Ergebnisse, aber der konservative 2026-Ausblick rückt das Wachstumstempo in den Mittelpunkt – und genau das erklärt, warum die Aktie trotz stabiler Marge auf einem gedrückten Niveau bleibt.
TeamViewer-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue TeamViewer-Analyse vom 11. Februar liefert die Antwort:
Die neusten TeamViewer-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für TeamViewer-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 11. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
TeamViewer: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
