Göppingen im Kreuzfeuer: Während Leerverkäufer ihre Wetten gegen TeamViewer hochfahren und das Papier mehrfach in den Transparenzlisten auftaucht, halten Analysten eisern an ihrer Kaufempfehlung fest. Ein Spannungsfeld, das für explosive Bewegungen sorgen könnte. Denn hinter den Kulissen läuft eine fundamentale Neuausrichtung, die das Geschäftsmodell des Softwarehauses auf den Kopf stellt. Doch kann die KI-Strategie die Zweifler widerlegen?
Die Aktie schloss am Freitag bei 5,78 Euro mit einem Plus von 1,67 Prozent – ein kleiner Lichtblick in einem schwierigen Umfeld. Doch die Ruhe täuscht. Das Unternehmen steht an einem Wendepunkt, an dem sich entscheidet, ob die neue technologische Ausrichtung verfängt oder ob die Short-Seller am längeren Hebel sitzen.
Kampf der Giganten: Leerverkäufer vs. Analysten
Die Frontlinien sind klar gezogen. TeamViewer tauchte vergangene Woche gleich mehrfach in den offiziellen Meldungen zu Netto-Leerverkaufspositionen auf – am 25. und 26. November. Institutionelle Anleger wetten aktiv auf fallende Kurse oder sichern ihre Portfolios gegen das Papier ab. Ein deutliches Misstrauensvotum.
Die wichtigsten Eckdaten des Konflikts:
- Short-Seller positionieren sich offensiv gegen die Aktie
- mwb research hält unbeirrt an der Kaufempfehlung fest
- Fundamentale Bewertung gilt als attraktiv
- KI-Strategie zeigt kurzfristig begrenztes Gewinnpotenzial
- Handelsvolumen am Freitag: 673.000 Aktien (3,9 Mio. Euro Umsatz)
Die Analysten von mwb research lassen sich von der Bärenstimmung nicht beirren. Sie räumen zwar ein, dass der kürzlich vollzogene Strategiewechsel hin zu KI-gestützten Lösungen kurzfristig nur begrenzte Gewinne abwerfen dürfte. Doch die Bewertung des Unternehmens rechtfertige aus ihrer Sicht das Investment.
KI-Revolution oder Rohrkrepierer?
Am 18. November stellte TeamViewer seine neue KI-Strategie vor. Im Zentrum stehen die autonomen Support-Lösungen „Tia“ und „AEM“. Die Frage, die den Markt umtreibt: Wie schnell lassen sich diese Tools monetarisieren?
Während die Finanzwelt noch rechnet, liefert die Praxis erste Hinweise. Das Mercedes-AMG Petronas Formel 1 Team nutzt bereits die Augmented-Reality-Technologie von TeamViewer, um Prüfaufbauten und Entwicklungsprozesse zu beschleunigen. Solche Referenzen zeigen: Die industrielle Anwendung funktioniert.
Das Problem liegt woanders. Konkurrent SoftwareOne legte am Freitag über 5 Prozent zu, getrieben durch starke Quartalszahlen und Übernahmefantasien. TeamViewer kann diesem Tempo nicht folgen. Der Titel notiert mittlerweile 57 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 13,42 Euro – ein dramatischer Absturz, der die Nervosität der Investoren widerspiegelt.
Die kritische Marke: 5,60 Euro entscheidet
Technisch steht die Aktie vor einer Bewährungsprobe. Am Freitag verteidigte sie das Tagestief von 5,61 Euro erfolgreich – genau diese Zone dürfte in den kommenden Tagen zum Schlachtfeld werden. Hält die Unterstützung, könnte das Short-Squeeze-Potenzial greifen. Bricht sie, droht weiterer Abwärtsdruck.
Der RSI von 27,6 signalisiert überverkauftes Terrain. Theoretisch ein Kaufsignal. Doch mit einem Abstand von 40 Prozent zum 200-Tage-Durchschnitt bleibt der übergeordnete Abwärtstrend intakt. Die nächste Handelswoche wird zeigen, ob die Short-Seller ihre Positionen ausbauen oder ob Eindeckungskäufe den Kurs über 5,80 Euro katapultieren.
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