Technische Marktanalyse 23.03.

Die technische Marktanalyse vom 23. März 2026 bietet eine fachkundige Einschätzung der aktuellen Chartbilder und Marktentwicklungen durch einen erfahrenen Analysten.

Christoph Geyer ·
Dynamische Bullenstatue im Finanzdistrikt

Kurz zusammengefasst

  • Analyse der Markttechnik für den 23. März
  • Erfahrung des Autors über fast 50 Jahre
  • Engagement in der VTAD Frankfurt
  • Fokus auf Chartentwicklungen und Trends

Technische Marktanalyse

Christoph Geyer (Jahrgang 1960) war über 41 Jahre im Bankgeschäft tätig und betreibt die Technische Analyse seit fast 50 Jahren. Als Ausbilder für angehende Technische Analysten und stellvertretender Regionalmanager engagiert er sich bei der VTAD (Vereinigung Technischer Analysten Deutschlands) Frankfurt.

Im Jahr 2011 hat er den „Technischer Analysten Award“ der Börsenzeitung gewonnen. Geyer ist Buchautor und hat u.a. das Fachbuch „Einfach richtig Geld verdienen mit Technischer Analyse“ 2. Auflage (Wiley-Verlag) verfasst und betreibt einen Youtube-Kanal. Sein nächstes Buch „Survival Guide Börse“ ist erschienen. Das „Handbuch zyklische Börsenanalyse“ ist am 5. März 2025 erschienen.

Schauen Sie auch seine regelmäßige monatliche Live Chart-Show. Kostenfreie Anmeldung hier: https://share.hsforms.com/1fweJc8r1SB-T5H33trX-vwt1vcw

DAX – Trendwende wegen großem Verfallstag?

Die Zeiten sind so unruhig wie seit langem nicht mehr. Was die Aktienmärkte bislang mehr oder weniger ignoriert haben, ist in den vergangenen zwei Wochen unbarmherzig durchgeschlagen. Im Falle des DAX wurde die seit Monaten bestehende Unterstützungszone zuletzt dynamisch unterschritten. Die nun erreichte weitere Unterstützung ist nicht besonders tragfähig. Die Indikatoren sind in der aktuellen Phase wenig hilfreich, auch wenn Divergenzen und Kaufsignale zu beobachten sind. Der hohe Umsatz vom Freitag kam wegen des vierteljährlichen großen Options- und Futuresverfallstermins zustande. Darin liegt die einzige Chance in diesen Tagen. Nicht selten finden an solchen besonderen Verfallstagen, auch Hexensabbat genannt, zumindest kurzfristige Trendwenden statt. Wie nachhaltig eine solche Trendwende, die ohnehin nur einen recht kurzen Abwärtstrend beenden würde, sein wird, ist fraglich. Zumindest könnte von technischer Sicht aus eine Beruhigung eintreten. Eine nachhaltige Verbesserung der Lage ist nur mit einem Ende der Kampfhandlungen zu erwarten.

Dow Jones – Seit Anfang Februar auf dem Weg zur Unterstützung

Der US-Leitindex hat nach dem kurzfristigen Ausbruch aus dem kleinen Seitwärtstrend nach oben stetig verloren. Damit hat sich ein neuer Abwärtstrend gebildet, der bislang keine nennenswerte Gegenbewegung aufzeigt. In der vergangenen Woche wurde die Unterstützungszone, die bereits Ende 2024 gebildet wurde, fast erreicht. Rein technisch betrachtet, müsste diese jetzt mit Unterstützung der Indikatoren halten können. Allerdings sind die Umstände derzeit nicht dazu geeignet, von einem Halten ausgehen zu können. Solange im Nahen Osten der Krieg nicht beendet wird und die Angst um die Weltwirtschaft, durch weiter steigende Öl-Preise, weiter umgeht, dürfte auch der Aktienmarkt unter Druck stehen.

Gold – Nicht immer der sichere Hafen

Die aktuellen Ereignisse im Nahen Osten konnten Gold zuletzt nicht mehr helfen. Die Notierung gab deutlich nach und der zuletzt gebildete Unterstützungsbereich wurde erreicht. Folgerichtig sind die Indikatoren in den überverkauften Bereich gefallen und könnten vor Kaufsignalen stehen. Ob diese ausreichen werden, um den Aufwärtstrend wieder aufzunehmen, ist fraglich. Noch ist der übergeordnete Aufwärtstrend intakt. Ein Unterschreiten des jüngsten Tiefs vom 2. Februar dieses Jahres würde allerdings ein erstes Warnsignal darstellen. An dieser Stelle sei noch einmal deutlich gemacht, dass die technische Beurteilung auf das „spekulative“ Gold ausgerichtet ist. Gold als Wertaufbewahrungsmittel ist auf lange Sicht davon nicht betroffen.

Öl – Parabolischer Anstieg nicht mehr lange durchzuhalten

Öl Nordsee Brent Futures (verknüpft)

Bei allem Verständnis für die Unsicherheit der Marktteilnehmer bezüglich der aktuellen Lage, dürfte der parabolische Anstieg nicht mehr lange durchzuhalten sein. Natürlich ist es nachvollziehbar, dass die Öl-Preise anziehen, wenn sich eine Knappheit wie in diesen Tagen durchsetzt. Was passiert aber, wenn es zu einer, wie auch immer gearteten Entspannung kommen sollte? Natürlich spielt hier auch eine Rolle, was und wieviel zerstört wurde und wie schnell ein Wiederaufbau möglich ist. Rein technisch betrachtet, dürfte aber eine Gegenbewegung bis zu einem bestimmten Punkt ebenso schnell erfolgen, wie der jüngste Anstieg abgelaufen ist. Somit sollten sich die Bullen aktuell nicht allzu sicher bezüglich des Aufwärtstrends sein.

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Bitcoin/USD – Kein Interesse am Krieg

Der Bitcoin führt ganz offensichtlich ein Eigenleben und lässt sich durch die Unruhen nicht aus der Ruhe bringen. Auch ein Ansturm auf die vermeintlich sichere Krisenwährung ist derzeit nicht zu beobachten. Die jüngste Unterstützungszone konnte zuletzt zwar gehalten werden, ein nachhaltiges Abprallen nach oben ist allerdings auch nicht zu beobachten. Die Indikatoren habe zum Teil Divergenzen und Verkaufssignale generiert. Damit dürfte das aktuelle Abbröckeln noch weiter anhalten.

Quelle Charts: ProRealTime.com

 

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Christoph Geyer, CFTe, Lindenstr. 31, 65232 Taunusstein Deutschland                     www.christophgeyer.de

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