Technische Marktanalyse 02.11.
Die laufende Jahresendrallye hat den DAX bislang um knapp vier Prozent steigen lassen.

Kurz zusammengefasst
- DAX legt durch Rallye fast vier Prozent zu
- Technische Marktanalyse vom 3. November
- Christoph Geyer analysiert die Börsenentwicklung
- Geyer verfügt über fast 50 Jahre Analyseerfahrung
Technische Marktanalyse

Christoph Geyer (Jahrgang 1960) war über 41 Jahre im Bankgeschäft tätig und betreibt die Technische Analyse seit fast 50 Jahren. Als Ausbilder für angehende Technische Analysten und stellvertretender Regionalmanager engagiert er sich bei der VTAD (Vereinigung Technischer Analysten Deutschlands) Frankfurt.
Im Jahr 2011 hat er den „Technischer Analysten Award“ der Börsenzeitung gewonnen. Geyer ist Buchautor und hat u.a. das Fachbuch „Einfach richtig Geld verdienen mit Technischer Analyse“ 2. Auflage (Wiley-Verlag) verfasst und betreibt einen Youtube-Kanal. Sein nächstes Buch „Survival Guide Börse“ ist erschienen. Das „Handbuch zyklische Börsenanalyse“ ist 2025 erschienen.
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DAX – Jahresendrallye hat schon fast 4 % gebracht

Auch wenn es gefühlt nicht so gewesen ist: Seit die Jahresendrallye startete, konnte der DAX bereits fast 4 % zulegen. Die kleine Schwäche am Freitag der vergangenen Woche ist als Korrektur auf die jüngste Anstiegsbewegung zu werten. Die Umsätze am Freitag waren so gering, dass von Marktbreite oder Angebotsdruck keine Rede sein konnte. Auch die im überkauften Bereich angekommenen Indikatoren dürfen nach der jüngsten Anstiegsbewegung nicht überraschen. Zum Wochenstart könnten somit Verkaufssignale entstehen, die zu einem klassischen Pull-Back an die Ausbruchszone führen dürften. Mehr ist nach unten aber nicht zu erwarten. Vielmehr sollte die Jahresendrallye weiterlaufen können und den Markt noch in den Bereich der alten Tops führen.
Dow Jones – Wie reagieren die Marktteilnehmer auf Wahlergebnisse?
Einem seriösen Technischen Analysten liegt es fern, anstehende Ereignisse mit Prognosen antizipieren zu wollen. Egal wie die Midterm-Wahlen in den USA ausfallen werden, die Marktteilnehmer werden ohnehin so reagieren, wie es die Masse für richtig hält. Das kann von Jubel bis Ernüchterung ausfallen, ganz egal wie die Wahlen laufen. Es könnte sogar sein, dass die Aussagen und Wertungen der betroffenen Politiker anschließend viel wichtiger werden als der Wahlausgang selbst. Am Ende wird ohnehin die Wirtschaft ihre Schlüsse und Entscheidungen fällen. Daher sollte man sehr genau darauf achten, wie die Marktteilnehmer reagieren und nicht, welche möglichen Reaktionen vorhergesagt werden. Zuletzt hat der Markt an Aufwärtsdynamik gewonnen und den kurzfristigen Abwärtstrend am Freitag mit einer neuen Dynamik nach unten verstärkt. Damit ist der Index im Bereich der alten Unterstützungszone ankommen. Die Umsätze haben deutlich sichtbar zugenommen, was auf eine verstärkte Unsicherheit bei den Marktteilnehmern hindeutet. Damit haben die Verkaufssignale bei den Indikatoren ihre Wirkung entfaltet. Ein Unterschreiten der Unterstützung könnte zum Wochenauftakt auf Grund der angezogenen Umsätze erfolgen. Die weitere Entwicklung dürfte dann von der Reaktion auf die Wahlen abhängen.

Gold – Zum Wochenschluss sehr schwach
Die Abwärtsdynamik hat sich bei den Indikatoren deutlich verstärkt. Eine alte Unterstützungszone konnte gerade noch gehalten werden. Die Indikatoren haben noch keine Kaufsignale gegeben, weshalb ein Halten an dieser Zone noch nicht erwartet werden darf. Der Wochenauftakt wird zeigen, ob die Unterstützungszone tragfähig ist. Der übergeordnete Abwärtstrend wurde somit eindrucksvoll bestätigt.

Öl – fremdelt mit weiteren Kursavancen
Öl Nordsee Brent Futures (verknüpft)
Sehr kurz haben die Öl-Preise auf Schlusskursbasis die Topwerte vom Frühjahr dieses Jahres überwunden. Ein Doji und zwei anschließende Kerzen mit sehr kleinem Kerzenkörpern haben die Unsicherheit der Marktteilnehmer angezeigt, ob es denn nun weiter zu neuen Höhen gehen kann. Die Verkaufssignale bei den Indikatoren haben bereits einen kleinen Rückgang bewirkt. Zudem haben diese Indikatoren auch Divergenzen zum letzten Preishoch gebildet. Auch wenn die geopolitische Lage unverändert dafürspricht, dass ein Rückschlag noch nicht zu erwarten ist, zeigt die technische Lage an, dass mit Kursrückgängen gerechnet werden muss.

Bitcoin/USD – Kommt wieder unter Druck
Die angedachte Bodenbildung ist jäh beendet worden. Der Bitcoin ist aus der Unterstützungszone nach unten herausgefallen und muss sich nun mit einer alten latenten Unterstützung im Bereich von 75.000 USD beschäftigen. Dieser Bereich dürfte bereits zum Wochenauftakt relevant werden. Anstehende Kaufsignale bei den Indikatoren sollten somit noch etwas auf sich warten lassen.

Quelle Charts: ProRealTime.com
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