Technische Marktanalyse 05.10.
Die technische Marktanalyse sieht Unsicherheit als Hindernis für eine mögliche DAX-Rallye zum Jahresende.

Kurz zusammengefasst
- Technischer DAX-Ausblick für den 5. Oktober
- Unsicherheit verzögert mögliche Jahresendrallye
- Christoph Geyer analysiert die Börsencharts
- Technische Analyse mit langjähriger Erfahrung

Christoph Geyer (Jahrgang 1960) war über 41 Jahre im Bankgeschäft tätig und betreibt die Technische Analyse seit fast 50 Jahren. Als Ausbilder für angehende Technische Analysten und stellvertretender Regionalmanager engagiert er sich bei der VTAD (Vereinigung Technischer Analysten Deutschlands) Frankfurt.
Im Jahr 2011 hat er den „Technischer Analysten Award“ der Börsenzeitung gewonnen. Geyer ist Buchautor und hat u.a. das Fachbuch „Einfach richtig Geld verdienen mit Technischer Analyse“ 2. Auflage (Wiley-Verlag) verfasst und betreibt einen Youtube-Kanal. Sein nächstes Buch „Survival Guide Börse“ ist erschienen. Das „Handbuch zyklische Börsenanalyse“ ist 2025 erschienen.
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DAX – Verunsicherung verzögert die Jahresschlussrallye

Die Unterstützungszone konnte gerade so zum Wochenschluss gehalten werden. Die Marktteilnehmer sind weiterhin verunsichert, was sich in kleinen Kerzenkörpern zum Wochenanfang widergespiegelt hat. Am Donnerstag konnte kurzfristig die besagte Unterstützung nicht gehalten werden. Der Wochenschluss verlief dann erfreulich und könnte der Start für einen freundlichen Herbst gewesen sein. Die Indikatoren haben jedenfalls Kaufsignale generiert. Allerdings sind die Umsätze weiterhin auf niedrigem Niveau stabil. Wenn keine neuen Störfeuer aus den USA kommen, sollte der freundliche Wochenschluss in der neuen Woche aber veredelt werden können.
Dow Jones – Mit hammerähnlicher Formation den Wochenschluss gerettet
Auch der US-Leitindex konnte seine Unterstützungszone nicht halten und ist zwischenzeitlich nach unten durchgerutscht. Am Donnerstag konnte immerhin eine Intraday-Stimmungswende generiert werden. Diese kommt einer Hammerformation recht nahe. Diese wurde am Freitag bestätigt, was dazu führen dürfte, dass der Wochenauftakt freundlich gestaltet wird. Zudem haben die Indikatoren Kaufsignale und Divergenzen gebildet, was ebenfalls für einen positiven Wochenauftakt sorgen dürfte.

Gold – Bröckelt weiter ab
Die ohnehin nicht sehr tragfähige Unterstützungszone wurde in der vergangenen Woche dynamisch nach unten verlassen. Damit ist die Hoffnung auf ein Halten dieses Bereichs zunächst verflogen. Die Indikatoren stehen zwar vor Kaufsignalen, konnten diese aber noch nicht generieren. Somit dürfte der Wochenauftakt von weiteren Abgaben geprägt sein.

Öl – Der Tankrabatt wirkt, mehr aber noch nicht
Öl Nordsee Brent Futures (verknüpft)
Die Preise an den Tankstellen bleiben hoch. Auch wenn der Tankrabatt vorübergehend zu einer gewissen Entlastung geführt hat. Die Rekordwerte im Öl vom Frühjahr sind noch immer nicht wieder erreicht, an der Tankstelle sind diese aber (ex Rabatt) längst überschritten worden. Kaufsignale bei den Indikatoren verpuffen derzeit oder sorgen nur sehr kurz für Entlastung. Noch immer ist das Öl Spielball der geopolitischen Lage. Dies dürfte solange der Fall sein, wie das Problem in der Straße von Hormus nicht gelöst ist.

Bitcoin/USD – Klassische Konsolidierung
Auch wenn der Bitcoin ein künstliches Produkt ist und kein tatsächlicher Wert dahintersteht, verhalten sich die Marktteilnehmer so, wie man es mit der Technischen Analyse erklären kann. Nach dem dynamischen Ausbruch nach oben, setzte eine Konsolidierung an die Ausbruchszone ein. Im Verlauf dieser Konsolidierung wurde viele Dojis hinterlassen, was die Unsicherheit der Marktteilnehmer zeigte. Zuletzt wurde ein Versuch unternommen, sich wieder von der Widerstandszone zu entfernen. Dieser Versuch ist zwar zunächst gescheitert, zeigt aber, dass das Verhalten der Marktteilnehmer klassisch verläuft.

Quelle Charts: ProRealTime.com
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