Technische Marktanalyse 17.08.
Christoph Geyer, erfahrener Technischer Analyst, beleuchtet in seiner Marktanalyse vom 17.08. die aktuellen Chartbilder und mögliche Trends.

Kurz zusammengefasst
- Geyer: 50 Jahre Markterfahrung
- Analyse der aktuellen Chartbilder
- Blick auf mögliche Trends
- VTAD-Experte mit Bankhistorie
Technische Marktanalyse

Christoph Geyer (Jahrgang 1960) war über 41 Jahre im Bankgeschäft tätig und betreibt die Technische Analyse seit fast 50 Jahren. Als Ausbilder für angehende Technische Analysten und stellvertretender Regionalmanager engagiert er sich bei der VTAD (Vereinigung Technischer Analysten Deutschlands) Frankfurt.
Im Jahr 2011 hat er den „Technischer Analysten Award“ der Börsenzeitung gewonnen. Geyer ist Buchautor und hat u.a. das Fachbuch „Einfach richtig Geld verdienen mit Technischer Analyse“ 2. Auflage (Wiley-Verlag) verfasst und betreibt einen Youtube-Kanal. Sein nächstes Buch „Survival Guide Börse“ ist erschienen. Das „Handbuch zyklische Börsenanalyse“ ist am 5. März 2025 erschienen.
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DAX – Der Markt läuft heiß und keiner merkt es

Auch wenn es viele Marktteilnehmer versuchen auszublenden oder sogar der Überzeugung sind, dass es mal wieder nur nach oben gehen kann, muss man beim Blick auf den Markt erkennen, dass dieser beginnt heiß zu laufen. Es gibt zahlreiche Anzeichen, dass es zu einer Korrektur kommen sollte. Als erstes fällt auf, dass der Aufwärtstrend an Dynamik verliert. Bei einigen Kerzenkörpern der letzten Tage ist zu beobachten, dass diese recht klein sind und damit Unsicherheit im Markt bedeuten. Die Umsätze in der letzten Anstiegsbewegung sind rückläufig und zeigen, dass die Marktbreite nicht mehr vorhanden ist. Zudem beginnt nun die schwierigste Zeit des Jahres, in der immer mal wieder Turbulenzen und damit Überraschungen drohen. Vor dem Hintergrund solch massiver Warnsignale würde es überraschen, wenn keine Korrekturbewegung erfolgen würde.
Dow Jones – Shooting-Star hat bislang nur wenig bewegt
Der Shooting-Star vor wenigen Tagen hat bislang seine Wirkung noch nicht vollständig entfaltet. Der US-Index bröckelt seit dem Shooting-Star zwar ab, ist aber noch nicht nachhaltig unter Druck geraten. Die Verkaufssignale der Indikatoren konnten ebenfalls noch keinen nachhaltigen Rückgang generieren. In der Phase des Bröckelns sind die Umsätze rückläufig, was nicht verwunderlich ist. Somit ist zu erwarten, dass sich die angelaufene Korrekturbewegung noch ausweiten dürfte.

Gold – Die alte Unterstützung erweist sich als Widerstand
Nach der vollzogenen Bodenbildung konnte Gold mit wenigen Aufwärtsschüben in den Bereich der alten Unterstützung steigen. Hier hält sich die Notierung nun seit einigen Tagen. Die Kraft der Marktteilnehmer reicht derzeit offenbar noch nicht aus, um diese Zone dynamisch hinter sich zu lassen. Die im überkauften Bereich notierenden Indikatoren stehen kurz vor Verkaufssignalen. Vor diesem Hintergrund dürfte sich der Gold-Preis auch in der kommenden Woche kaum von der Widerstandszone lösen können.

Öl – Alte Unterstützungszone wird zum Orientierungspunkt
Öl Nordsee Brent Futures (verknüpft)
Die Unsicherheit bei Öl durch die weiterhin widersprüchlichen Aussagen der Weltpolitik ist ungebrochen. Daran dürfte sich auch in der kommenden Woche nichts ändern. Das erneute Abrutschen unter die Unterstützung wurde zuletzt verhindert, aber auch die jüngste Anstiegsbewegung konnte nicht durchgehalten werden. Somit bleibt das Öl nicht nur für die Weltwirtschaft ein wichtiger Gradmesser, sondern ist auch unverändert „Spielball“ der Mächtigen dieser Welt. Die zunehmenden Forderungen nach einer Verstärkung der Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern gewinnt dadurch immer mehr Berechtigung.

Bitcoin/USD – Wenn das Interesse nachlässt entstehen oft Überraschungen
Eigentlich gibt es zum Bitcoin nichts Neues zu berichten. Die Bodenbildung weitet sich aus und eine Bewegung nach oben oder unten scheint nicht zu erwarten zu sein. Andererseits hat sich immer wieder gezeigt, dass Phasen in denen die Marktteilnehmer offenbar nichts von dem entsprechenden Instrument wissen wollen, den Boden für Überraschungen bilden. Scheinbar aus dem Nichts springen solche Werte dann plötzlich an, oder werden in die Tiefe gezogen. Somit sollte man nicht zu sicher sein, dass die ereignislose Phase, wie sie derzeit zu beobachten ist, noch lange anhält.

Quelle Charts: ProRealTime.com
Impressum
Herausgeber, Verantwortlich und Autor
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