Technische Marktanalyse 24.08.
Christoph Geyer analysiert die aktuelle DAX-Entwicklung und erläutert die Funktionsweise von Trends im Börsenalltag.

Kurz zusammengefasst
- DAX-Trendanalyse vom 24. August
- Geyer erklärt Trendmechanik im Börsenalltag
- Erfahrene Technische Analyse seit Jahrzehnten
- Buchautor und VTAD-Ausbilder im Einsatz
Technische Marktanalyse

Christoph Geyer (Jahrgang 1960) war über 41 Jahre im Bankgeschäft tätig und betreibt die Technische Analyse seit fast 50 Jahren. Als Ausbilder für angehende Technische Analysten und stellvertretender Regionalmanager engagiert er sich bei der VTAD (Vereinigung Technischer Analysten Deutschlands) Frankfurt.
Im Jahr 2011 hat er den „Technischer Analysten Award“ der Börsenzeitung gewonnen. Geyer ist Buchautor und hat u.a. das Fachbuch „Einfach richtig Geld verdienen mit Technischer Analyse“ 2. Auflage (Wiley-Verlag) verfasst und betreibt einen Youtube-Kanal. Sein nächstes Buch „Survival Guide Börse“ ist erschienen. Das „Handbuch zyklische Börsenanalyse“ ist am 5. März 2025 erschienen.
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DAX – So funktioniert das nun mal in einem Trend

Nicht unerwartet hat der Markt nach den vielen kleinen Kerzenkörpern reagiert. Dabei ist die Reaktion bislang noch nicht so stark ausgebildet gewesen, wie dies zu erwarten war. Der Bereich der letzten Widerstandszone sollte eigentlich als Zielbereich betrachtet werden. Am Freitag konnte allerdings bereits wieder eine Rallye beobachtet werden, die sich über den Tagesverlauf ersteckte. Die weiterhin sehr niedrigen Umsätze zeigen, dass die Marktteilnehmer noch nicht bereit sind, mit voller Breite einzusteigen. Auch wenn die Verkaufssignale der Indikatoren bereits abgearbeitet sind, darf von dieser Seite noch keine Entwarnung gegeben werden. Andererseits genügt die Korrektur der vergangenen Woche, um den Aufwärtstrend wieder aufnehmen zu können. Die Lage bleibt insofern angespannt, als dass jede Aussage oder Drohung der verschiedenen Kriegsparteien zu Verwerfungen führen können.
Dow Jones – Dreitagesschub zum Teil wieder aufgebraucht
Ein sehr steiler und schneller Marktanstieg mit großer Dynamik ist kaum sehr lange durchzuhalten. Diese nicht neue Weisheit ist immer wieder zu beobachten. So auch in den letzten Wochen, als der Dow Jones innerhalb von drei Tagen über 2.000 Punkte gewinnen konnte. Am Ende dieses Anstiegs stand ein Shooting-Star, der die Korrekturbewegung angekündigt hat. Etwas mehr als die Hälfte der Anstiegsbewegung wurde so bereits wieder verloren. An den letzten beiden Handelstagen wurde eine zusammengesetzte Hammerformation gebildet. Sollte diese am Montag bestätigt werden, könnte dies bereits wieder das Ende der aktuell laufenden Korrektur bedeuten.

Gold – Wird da wieder etwas vorbereitet?
Die Bodenbildung ist Geschichte. Gold hat in der vergangenen Woche einen kräftigen Schub nach oben vollzogen. Die nächste Widerstandszone wurde so erreicht. Der Abwärtstrend ist nach der Dow-Theorie noch nicht gebrochen. Hierfür müsste das Top vom Mai dieses Jahres überwunden werden. Trotzdem hat sich die Lage bei Gold wieder deutlich verbessert. Eine kleine Korrektur auf die jüngste Anstiegsbewegung sollte aber nicht ausgeschlossen werden.

Öl – Spielball der Macht
Öl Nordsee Brent Futures (verknüpft)
Es bleibt dabei, dass Öl auf jede Aussage und Handlung reagiert. Eine klare Linie ist kaum zu erkennen. Lediglich die Aussagen und Dementis der Mächtigen lässt den Öl-Preis hin und her springen. Die Öl-Konzerne geben diese Schwankungen bevorzugt bei Aufwärtsbewegungen weiter. Rein technisch sollte die aktuelle Anstiegsbewegung noch bis 100 USD laufen können. Wenn allerdings wieder neue Entwicklungen anstehen, ist diese Einschätzung bereits wieder Geschichte.

Bitcoin/USD – Überraschung mit Ansage
Die Marktteilnehmer wurden in den letzten Wochen fast etwas „müdegehandelt“. Es war nichts mehr los an der Bitcoinfront. Wie in der letzten Woche bereits erwähnt, ist das nicht selten der Boden auf dem Überraschungen entstehen. So ist es auch beim Bitcoin wieder passiert. In nur drei Tagen konnte die Kyptowährung gegenüber dem US-Dollar um über 10.000 USD zulegen. Dabei ist die Notierung bis in den Bereich der Widerstandszone vorgedrungen. Dieser Widerstand hat allerdings keine allzu große Aussagekraft, da es sich lediglich um das Top vom Mai letzten Jahres handelt. Trotzdem dürfte nun zunächst eine Korrekturbewegung folgen.

Quelle Charts: ProRealTime.com
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