Technische Marktanalyse 10.08.
Die technische Marktanalyse vom 10. August sieht für den DAX eine bevorstehende Korrektur als unausweichlich an.

Kurz zusammengefasst
- DAX-Korrektur laut Analyse unausweichlich
- Christoph Geyer erstellt technische Einschätzung
- Marktausblick für den 10. August
- Expertenanalyse mit langjähriger Bankerfahrung
Technische Marktanalyse

Christoph Geyer (Jahrgang 1960) war über 41 Jahre im Bankgeschäft tätig und betreibt die Technische Analyse seit fast 50 Jahren. Als Ausbilder für angehende Technische Analysten und stellvertretender Regionalmanager engagiert er sich bei der VTAD (Vereinigung Technischer Analysten Deutschlands) Frankfurt.
Im Jahr 2011 hat er den „Technischer Analysten Award“ der Börsenzeitung gewonnen. Geyer ist Buchautor und hat u.a. das Fachbuch „Einfach richtig Geld verdienen mit Technischer Analyse“ 2. Auflage (Wiley-Verlag) verfasst und betreibt einen Youtube-Kanal. Sein nächstes Buch „Survival Guide Börse“ ist erschienen. Das „Handbuch zyklische Börsenanalyse“ ist am 5. März 2025 erschienen.
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DAX – Korrektur ist unausweichlich

Der DAX hat es also doch geschafft auf ein neues Rekordhoch zu springen. Der dynamische Anstieg hat gezeigt, wie sehr die Marktteilnehmer auf Nachrichten gewartet haben und regierten, die etwas Entspannung versprochen haben. Wie nachhaltig solche Nachrichten sind, konnte man in den letzten Monaten immer wieder beobachten. Sobald es eine Kehrtwende gibt (und davon gab es in der Vergangenheit einige), werden sich die Händler wieder zurückziehen. Auch wenn es dieses Mal anders sein sollte, darf nicht verkannt werden, dass der jüngste Anstieg sehr schnell und steil erfolgt ist. Dies bedeutet, dass eine Korrektur, zumindest bis an die Ausbruchszone immer wahrscheinlicher wird. Dafür sprechen auch die Divergenzen bei verschiedenen Indikatoren. Im laufenden Trend sind solche, mehrere hundert Punkte umfassenden, Rückschläge bereits häufiger zu beobachten gewesen. Es wird dieses Mal kaum anders sein.
Dow Jones – Mit Shooting-Star zur Korrektur
Der US-Leitindex ist in der vergangenen Woche dynamisch auf eine neue Rekordmarke gesprungen. Kurz vor der Marke von 55.000 Punkten wurde ein Shooting-Star ausgebildet, der am nächsten Tag bestätigt wurde. Die Indikatoren stehen kurz vor Verkaufssignalen. Somit dürfte eine Korrekturbewegung bereits begonnen haben. Ein Rückgang in der kommenden Woche bis ca. 53.000 Punkte, sollte erwartet werden.

Gold – Bodenbildung abgeschlossen?
Gold scheint seine Bodenbildung beendet zu haben. Die jüngste Anstiegsbewegung deutet jedenfalls an, dass die Marktteilnehmer bereit sind, wieder zu höheren Preisen zu kaufen. Auch wenn der Aufwärtsschub genau im Bereich der alten Unterstützung zunächst beendet wurde, hat sich die Lage doch deutlich sichtbar verändert. Nach einem kurzen Rücksetzer sollte diese Zone überwunden werden können. Dies wäre die Basis für die Aufnahme eines neuen Aufwärtstrends. Der übergeordnete Trend ist ohnehin intakt.

Öl – Hohe Vola durch wechselnde Aussagen
Öl Nordsee Brent Futures (verknüpft)
Der Öl-Preis ist wie immer ein Spielball der Mächtigen dieser Welt. Damit sind auch und vor allem die Mächtigen der Industrie und Öl-Wirtschaft gemeint. Schauen Sie sich bitte den Chart an. Der Preis steht nur knapp über dem Niveau von vor den kriegerischen Auseinandersetzungen. Vergleichen Sie dies bitte mit den Preisen, die Sie an den Tankstellen sehen. So können Sie verstehen, was ich mit meinen beiden Eingangssätzen gemeint habe. Technisch ist derzeit kaum eine valide Aussage zu treffen. Die alte Unterstützungszone wurde kurz unterschritten und wieder angelaufen. Die latenten Kaufsignale bei den Indikatoren sollten nicht überbewertet werden. Der aktuelle Trend ist kurzfristig noch abwärtsgerichtet.

Bitcoin/USD – Die Bodenbildung läuft noch
Anders als bei Gold konnte der Bitcoin die Bodenbildung noch nicht abschließen. Ein Abrutschen nach unten konnte allerdings auch zunächst vermieden werden. Kaufsignale bei den Indikatoren führen aktuell lediglich zur Stabilisierung. Eine Änderung der Lage ist derzeit nicht absehbar.

Quelle Charts: ProRealTime.com
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