Tesla Aktie: Alles auf KI!

Teslas Aktienkurs steigt trotz einbrechender Auto-Verkäufe in Europa, da Anleger auf die Neuausrichtung als KI- und Robotik-Unternehmen setzen. Die FSD-Testphase und neue AI-Chip-Roadmap befeuern die Euphorie.

Kurz zusammengefasst:
  • Europäische Tesla-Zulassungen brechen um 50% ein
  • Kostenlose FSD-Testphase in Nordamerika gestartet
  • Neue KI-Chip-Roadmap mit jährlichen Updates angekündigt
  • Regulatorische Fortschritte für Tests in Europa

Die aktuellen Zahlen aus dem europäischen Automarkt gleichen eigentlich einem Desaster: Einbrechende Verkäufe und eine erdrückende Konkurrenz aus China lassen das Kerngeschäft wackeln. Doch an der Börse herrscht Partystimmung. Anleger blenden die schwächelnde Hardware-Sparte derzeit fast vollständig aus und setzen alles auf Elon Musks radikale Neuausrichtung. Ist das der Beginn einer technologischen Revolution oder pure Realitätsverweigerung?

Radikaler Kurswechsel treibt die Fantasie

Der Hauptgrund für die jüngste Euphorie ist nicht der Verkauf von Elektroautos, sondern die aggressive Wette auf künstliche Intelligenz. Tesla positioniert sich zunehmend weg vom reinen Autobauer hin zu einem Robotik- und KI-Infrastruktur-Unternehmen. Ein entscheidender Schritt war der Start einer 30-tägigen kostenlosen Testphase für die neueste Version der „Full Self-Driving“ (FSD) Software in Nordamerika. Das Ziel ist klar: Die Akzeptanz der margenstarken Software soll massiv gesteigert werden.

Gleichzeitig heizte Elon Musk die Stimmung mit einer neuen Roadmap für die hauseigenen KI-Chips an. Ähnlich wie beim Chip-Giganten Nvidia plant Tesla nun jährliche Update-Zyklen, wobei auf die aktuelle Architektur bald die nächste Generation „AI6“ folgen soll. Diese Strategie untermauert das Narrativ, dass die wahre Wertschöpfung in der technologischen Plattform liegt. Dies spiegelt sich auch im Kurs wider: Die Aktie schloss am Freitag bei 370,55 Euro und verzeichnete auf Wochensicht ein Plus von gut 9 Prozent.

Warnsignal aus Europa

Während die KI-Fantasie den Kurs treibt, kämpft das klassische Hardware-Geschäft mit heftigem Gegenwind. Daten des europäischen Herstellerverbandes ACEA zeichnen ein düsteres Bild: Im Oktober 2025 brachen die Neuzulassungen von Tesla in der EU um fast 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ein.

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Besonders schmerzhaft ist der direkte Vergleich mit der Konkurrenz. Der chinesische Rivale BYD konnte seine Zulassungen im gleichen Zeitraum um über 200 Prozent steigern. Diese Diskrepanz verdeutlicht die Spaltung der aktuellen Investment-Story: Hier das kämpfende Autogeschäft mit sinkenden Marktanteilen, dort die hoch bewertete Zukunftsvision autonomer Systeme.

Wichtige Hürden genommen

Um die KI-Vision auch global auszurollen, macht Tesla regulatorische Fortschritte in Europa. Berichten zufolge darf der Konzern in Spanien bereits Testfahrten zur Datenerfassung durchführen. Auch in den Niederlanden, Italien, Frankreich und Deutschland laufen Vorbereitungen für ähnliche Programme, wobei wichtige Meilensteine für Februar 2026 anvisiert werden.

Für Anleger bleibt die entscheidende Frage, ob die kostenlosen Software-Tests tatsächlich in zahlende Abonnenten konvertiert werden können. Nur so lässt sich die hohe Bewertung rechtfertigen, die Wall Street dem Unternehmen derzeit fast ausschließlich aufgrund der Hoffnung auf Autonomie zugesteht.

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