Tesla Aktie: Drohender FSD-Rückruf
Die US-Verkehrsbehörde NHTSA verschärft ihre Untersuchung zu Teslas Fahrassistenzsystem, was einen Rückruf von 3,2 Millionen Autos wahrscheinlicher macht. Gleichzeitig kündigt Tesla den Start einer eigenen Chipfabrik an.

Kurz zusammengefasst
- NHTSA stuft FSD-Untersuchung hoch
- Rückruf von 3,2 Millionen Fahrzeugen droht
- Tesla startet eigene Halbleiterfertigung
- Aktie verliert seit Jahresbeginn deutlich
Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA verschärft ihre Gangart bei der Untersuchung von Teslas Fahrassistenzsystem FSD. Eine neue behördliche Einstufung rückt einen möglichen Rückruf von über drei Millionen Fahrzeugen in greifbare Nähe. Ausgerechnet in dieser kritischen Phase für die Robotaxi-Fantasie des Konzerns kündigt Elon Musk den Start eines beispiellosen Halbleiter-Projekts an.
Kamerasystem unter Verdacht
Die NHTSA hat ihre Ermittlungen zu Teslas „Full Self-Driving“ auf eine sogenannte technische Analyse hochgestuft. Dieser Schritt geht üblicherweise einem offiziellen Rückruf voraus und betrifft rund 3,2 Millionen Fahrzeuge aller aktuellen Modellreihen. Im Zentrum der Kritik steht der Verzicht auf zusätzliche Radar-Sensoren zugunsten des rein kamerabasierten Systems „Tesla Vision“.
Laut der Behörde warnt die Software Fahrer nicht zuverlässig, wenn die Kameras durch Nebel oder tiefstehende Sonne geblendet werden. Bisher werden dem System neun Unfälle mit einem Todesfall zugerechnet, sechs weitere Vorfälle werden aktuell geprüft. Es ist bereits die dritte parallel laufende Untersuchung der US-Behörden zu Teslas Fahrassistenzsystemen.
Halbleiter-Offensive als Gegengewicht
Während das regulatorische Umfeld rauer wird, treibt der Konzern seine Hardware-Pläne voran. Für den morgigen 21. März 2026 ist der Startschuss für das Projekt „Terafab“ angesetzt. Tesla plant den Aufbau einer vertikal integrierten Halbleiterfertigung, die Logikprozessoren, Speicher und Packaging unter einem Dach vereint. Die formulierten Ziele der Anlage umfassen konkrete Meilensteine:
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- Produktion von 100 bis 200 Milliarden KI- und Speicherchips pro Jahr
- Nutzung der fortschrittlichen 2-Nanometer-Prozesstechnologie
- Start der Kleinserienproduktion des neuen AI5-Chips im Jahr 2026
Branchenkenner äußerten sich bereits skeptisch zu den Plänen. Nvidia-Chef Jensen Huang bezeichnete ein Vorhaben in dieser Größenordnung für ein branchenfremdes Unternehmen als praktisch unmöglich.
Schwächelndes Kerngeschäft
Die fundamentalen Herausforderungen spiegeln sich auch an der Börse wider. Mit einem aktuellen Kurs von 327,30 Euro verzeichnet das Papier seit Jahresbeginn ein Minus von gut 12 Prozent. Analysten von Barclays rechnen für das erste Quartal mit lediglich 350.000 ausgelieferten Fahrzeugen, was spürbar unter dem historischen Durchschnitt liegt. Schwächere Nachfrage in China und das Auslaufen von US-Steuervorteilen belasten das klassische Autogeschäft, das sich erstmals in einem mehrjährigen Abschwung befindet.
Die anstehende Entscheidung der NHTSA über einen möglichen FSD-Rückruf trifft den Konzern an seinem empfindlichsten Punkt. Da die EV-Verkäufe schrumpfen, stützt sich die aktuelle Marktbewertung von über 1,2 Billionen US-Dollar stark auf die Vision einer autonomen Robotaxi-Flotte. Der Erfolg des neuen Halbleiter-Projekts wird beweisen müssen, ob Tesla die technologische Basis für diesen Wandel aus eigener Kraft stemmen kann.
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