Tesla Aktie: FSD-Durchbruch und SpaceX-Synergien
Tesla erhält FSD-Freigabe in Belgien, Analysten sehen Fortschritte nahe Level 4. SpaceX-Börsengang könnte Energiespeichergeschäft beflügeln.

Kurz zusammengefasst
- FSD-Zulassung in fünf EU-Ländern
- Analyst sieht FSD nahe Level 4
- SpaceX-IPO als indirekter Katalysator
- Umsatzprognose auf 97 Milliarden Dollar angehoben
Belgien hat Teslas Full-Self-Driving-Software (FSD) offiziell freigegeben — und ist damit das fünfte EU-Land, das grünes Licht gibt. Gemeinsam mit den Niederlanden, Litauen, Estland und Dänemark öffnet sich Europa für Teslas autonomes Fahren Stück für Stück. Das gibt der Aktie gerade neuen Auftrieb.
FSD näher an Level 4 als gedacht?
Piper-Sandler-Analyst Alexander Potter hält Teslas FSD-Technologie für weit fortgeschrittener, als die offizielle Klassifizierung vermuten lässt. Tesla stuft sein System als Level 2 ein — Fahrer müssen aufmerksam bleiben. Potter argumentiert, die Software agiere in der Praxis bereits nahe an Level 4, also echtem Hochautomatisierungs-Modus ohne menschlichen Eingriff. Als Beleg nennt er eine eigene Langstreckenfahrt von Montana nach Minnesota sowie 1,28 Millionen aktive FSD-Abonnements.
Sein „Overweight“-Rating bekräftigt er, das Kursziel bleibt bei 500 Dollar. Das entspräche ausgehend vom aktuellen Kurs einem Aufwärtspotenzial von etwa 30 Prozent.
SpaceX-IPO als indirekter Tesla-Katalysator
Der geplante Nasdaq-Börsengang von SpaceX unter dem Kürzel SPCX zieht auch Tesla in den Fokus. Oppenheimer hob seine Tesla-Umsatzschätzung für 2026 auf 97,2 Milliarden Dollar an und verwies dabei explizit auf den SpaceX-Effekt: Teslas stationäres Energiespeichergeschäft gilt als wichtiger Enabler für SpaceX-Rechenzentren — über Stromversorgung und Datencenter-Leasing entstehen direkte Cashflow-Verbindungen.
Eine Fusion beider Unternehmen hält Oppenheimer allerdings für unwahrscheinlich. Zwei separate börsennotierte Einheiten stärken Musks Flexibilität beim Kapitalzugang und passen besser zu seiner langfristigen KI-Strategie. Fahrzeugverkäufe profitieren laut Oppenheimer zusätzlich von hohen Ölpreisen, die die Betriebskosten von Elektrofahrzeugen im Vergleich attraktiver machen — Verkaufsschätzungen für 2026 bis 2028 wurden um 4 Prozent angehoben.
Für den weiteren Kursverlauf bleibt FSD V15 das entscheidende technische Proof-of-Concept. Fällt das nächste Update überzeugend aus, dürfte Potters optimistische These weiteren Rückhalt bekommen.
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