Tesla steckt in einer paradoxen Situation. Obwohl der Elektroautobauer kürzlich enttäuschende Auslieferungszahlen meldete und die Krone als Marktführer an BYD verlor, kletterte die Aktie zum Wochenstart nach oben. Grund dafür ist ein neuerlicher Vertrauensbeweis von Goldman Sachs, der die grundlegende Spaltung der Wall Street offenlegt: Zählt das schrumpfende Kerngeschäft oder die Wette auf die KI-Zukunft?
Goldman Sachs sorgt für Auftrieb
Die US-Investmentbank Goldman Sachs hob ihr Kursziel für Tesla von 400 auf 420 US-Dollar an und sorgte damit am Montag für gute Stimmung bei den Anlegern. Der Kurs reagierte mit einem spürbaren Anstieg und beendete den Handel bei 454,88 US-Dollar. Die Analysten signalisieren damit Zuversicht in die langfristigen Perspektiven des Konzerns, ungeachtet der aktuellen operativen Probleme.
Diese positive Einschätzung kommt zu einem überraschenden Zeitpunkt. Erst vor wenigen Tagen musste Tesla vermelden, dass die Auslieferungen im vierten Quartal 2025 mit rund 418.000 Fahrzeugen die Erwartungen verfehlten. Im Jahresvergleich entspricht dies einem Rückgang von 16 Prozent.
Die Wall Street ist gespalten
Das Upgrade von Goldman Sachs verdeutlicht die Uneinigkeit unter den Experten. Während einige Analysten weiterhin enormes Potenzial sehen, warnen andere vor den fundamentalen Risiken:
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- Die Optimisten: Häuser wie Baird bezeichnen Tesla weiterhin als Basisinvestment für 2026 und verweisen auf den starken Free Cashflow sowie Chancen durch KI. Auch Wedbush setzt große Hoffnungen auf das autonome Fahren.
- Die Skeptiker: Banken wie HSBC, JPMorgan und UBS halten an ihren Verkaufsempfehlungen („Sell“) fest. Sie kritisieren die Diskrepanz zwischen der hohen Bewertung und den sinkenden Gewinnaussichten im klassischen Autogeschäft.
BYD zieht vorbei – Lichtblick Energiesparte
Der Wettbewerb hat sich massiv verschärft. Im Jahr 2025 musste Tesla seine Position als weltweit größter Hersteller reiner Elektroautos an den chinesischen Konkurrenten BYD abtreten. BYD verkaufte 2,26 Millionen E-Fahrzeuge, während Tesla auf 1,64 Millionen kam. Besonders das Auslaufen von Steuergutschriften und die schwache Nachfrage in Europa belasteten das Geschäft.
Einen Lichtblick liefert jedoch die Energiesparte. Mit installierten Speichersystemen von 14,2 Gigawattstunden im letzten Quartal wächst dieser Bereich dynamisch. Das Segment profitiert von der hohen Nachfrage durch Versorger und Rechenzentren und hat sich mittlerweile zum profitabelsten Geschäftsbereich des Unternehmens entwickelt.
Quartalszahlen und Zukunftsprojekte im Fokus
Die nächsten Wochen werden entscheidend für die weitere Kursrichtung. Am 28. Januar 2026 legt Tesla die detaillierten Ergebnisse für das vierte Quartal vor, wobei Analysten mit einem Gewinnrückgang von fast 40 Prozent rechnen. Der Fokus der Anleger dürfte sich daher primär auf die angekündigten Zukunftsprojekte richten: Den geplanten Produktionsstart des „Cybercab“ im April 2026 und die mögliche Zulassung der FSD-Software (Full Self-Driving) in Europa.
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